Mangelnde Infrastruktur

Hendricks für Quote bei E-Autos; Wirtschaft 9. Januar

Wer sich in Deutschland ein E-Auto kauft, sieht sich in einer Situation wie die Auto-Pioniere zu Anfang des letzten Jahrhunderts, als es noch kaum Tankmöglichkeiten gab und das Benzin in der Apotheke gekauft werden musste – das heißt, die Infrastruktur fehlt weitgehend immer noch. Im Gegensatz zu der Entwicklung im vorigen Jahrhundert, bei der die damaligen Autos keinerlei relevante Konkurrenz hatten, gibt es diese heute für die E-Autos: die äußerst erfolgreichen Benzin- und Dieselfahrzeuge mit ihrer hervorragend ausgebauten Infrastruktur. Deren Konzept passt aber nicht für die E-Autos, und es gibt seitens der Politik keinerlei Anzeichen, dass hier passende Konzepte entwickelt würden. Wenige konzentrierte Schnellladepunkte sind dabei nur für Langstreckenfahrer interessant, für eine breite Mobilität wären eher breitgestreute Ladestellen an den üblichen Abstellplätzen der Fahrzeuge, also an allen Parkplätzen, sinnvoll. Diese brauchen durchaus nur eine mäßige Leistung, die schon aus dem bereits vorhandenen Straßenbeleuchtungsnetz, mit moderater Erweiterung, geliefert werden könnte. Aber da lassen sich wohl nicht so schön einfach für die Industrie profitable Bestimmungen erlassen und die Kosten punktgenau einem bestimmten Bereich zuschieben.

 Sieghard Schicktanz Eurasburg

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