Fusion kostet immer Arbeitsplätze

Edeka: Gabriel lässt nicht locker; Wirtschaft 9. August

Ausgerechnet Herr Gabriel, der nach meiner Einschätzung sein Fähnchen doch eigentlich immer nach dem Wind richtet, setzt sich mit einem von ihm ungewohnten Nachdruck für die Übernahme von Kaiser´s Tengelmann durch Edeka ein. Aus den vielen Übernahmen, zum Beispiel MBB von Mercedes usw., sollte er doch wissen, dass dabei immer Arbeitsplätze eingespart werden. So benötigt man keine doppelt belegten Personal-, Warenbestellabteilungen usw. Auch werden sicher viele Geschäfte in gleichen Gegenden wegfallen und damit auch die Mitarbeiter. So ist der Kampf um alle 16 000 Arbeitsplätze bereits heute verloren. Mir scheint dieser ungewohnte Einsatz Gabriels mehr für sich zu gelten. Sollte die SPD nicht mehr in die Regierungsverantwortung kommen oder er als Wahlverlierer zurücktreten müssen, winkt nach erfolgreicher Übernahme sicher ein guter, hoch dotierter Vertrag bei Edeka. Viele SPD-Regierungsmitglieder (u. a. Schröder, Müller und andere) gingen ja mit gutem Beispiel voran.

 Gunar Ehrhardt Starnberg

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