Vor- und Nachteile von E-Mobilen

Antriebe der Zukunft; Elektroautos sind eher in der Stadt sinnvoll; Leserforum 25. und 24. August, Carsten Hoefer: Stromnetz in Bayern für E-Autos nicht bereit; Wirtschaft 21. August

Na hoffentlich brennt beim Chef der Umwelthilfe nicht mal der Dachstuhl! Die gerufene Feuerwehr kommt nicht, sie fährt einen Diesel-Lkw. Auch der Krankenwagen kommt nicht, er fährt ebenfalls mit Diesel, genau wie die Polizei, die kann natürlich auch nicht kommen. Der freundliche Nachbar fährt den Verletzten auch nicht ins Hospital, der hat auch einen Diesel. Wenn das Haus dann abgebrannt ist, kann es auch nicht wieder aufgebaut werde, den Abbruchfirma und Neubauunternehmer sowie alle Handwerker fahren auch Diesel. Was nun? Na ja, alle kaufen dann einen Benziner, geht auch nicht, da stimmt der Feinstaubwert, aber wegen dem CO2 wird wieder auf Benziner Verbot geklagt. Übrigens ich freue mich schon auf den ersten 40-Tonner- Lkw mit Elektroantrieb – ha ha ha! 

Thomas Meyer Gröbenzell

 Hier einige Fakten für Menschen, die glauben, mit einem Elektroauto tut man der Umwelt was Gutes: 1. Nur weil auf der einen Seite mehr Elektroautos fahren, die Strom verbrauchen, wird auf der andern Seite ja nicht mehr regenerative elektrische Energie erzeugt. Die elektrische Energie müsste also zusätzlich aus fossilen Rohstoffen oder Atom hergestellt werden. 2. Die Energieeffizienz eines Elektrofahrzeugs ist nicht besser als die eines sparsamen Diesels, oder eines Hybridfahrzeugs. Das heißt, die Wirkungsgradverluste bei der Stromerzeugung, in den Leitungen und das Laden und Entladen der Batterie sind unter dem Strich genauso hoch wie bei einem Verbrennungsmotor 3. Der Energieverbrauch eines Elektrofahrzeugs mit gleicher Leistung ist ebenfalls nicht besser als der von herkömmlichen Fahrzeugen mit modernen Verbrennungsmotoren, da sie weder leichter sind, keinen besseren Cw-Wert haben und auch keine besseren Reifen haben. 4. Der heutige Anteil an regenerativer Energie im Strom mix, beträgt ca. 33 %. 5. Der Zubau an regenerativen Energien zur Stromerzeugung beträgt ca. 1% pro Jahr, d.h. es dauert rein hypothetisch noch 67 Jahre, bis 100% der Stromversorgung erreicht sind - ohne die Elektromobilität! 6. Würden heute alle Autos elektrisch fahren, würde sich der Stromverbrauch um ca. 20-25% erhöhen (lt. Merkurartikel vor einigen Tagen) 7. Ich glaube auch nicht, daß die Abgasreinigung in modernen Dieselfahrzeugen mit Rußpartikelfilter und Katalysator schlechter ist als bei einem Kohle- oder Ölkraftwerk. Fazit: Es gibt durch die Elektromobilität keinen allgemeinen Gewinn für die Umwelt, solange nicht 100% des normalen Stromverbrauch regenerativ erzeugt wird. Nur folgende Punkte könnten evtl. für die Elektromobilität sprechen: - in den Städten dürfte abseits der Kraftwerke (die die zusätzliche Energie erzeugen müssten) die Schadstoffbelastung geringer werden. - Zur Vergleich Mäßigung des Stromverbrauchs könnten die Batterien überwiegend dann geladen werden, wenn gerade zu viel Strom im Netz vorhanden ist - ähnlich wie bei den sog. Nachtspeicherheizungen. Der Energieversorger verpflichtet sich hier nur, innerhalb von 24 Std. die Öfen 8 Std. zu laden. Wann das geschieht richtet sich nach der Verfügbarkeit des Stromangebots, das heißt, wenn gerade zu viel Storm vorhanden ist. Dieser Wärmestrom ist daher auch deutlich billiger. 

Albert Hirschmüller Hausham

Fakt ist, dass die Autoindustrie jahrzehntelang betrogen hat, mal mehr mal weniger, und dass sich die Politik in Deutschland und Europa von der Autoindustrie am Nasenring durch die Manege hat führen lassen. Das ausgerechnet die USA, die sich nicht unbedingt durch Umweltstandards hervortut, das Fass hat explodieren lassen, ist im Grund als Witz der Weltgeschichte zu werten. Neue Lösungen für den Individual- Verkehr gibt es schon seit über 10 Jahren, der einzige der sich daran gemacht hat diese marktfähig zu machen, ist die Fa. Tesla, auch das eigentlich ein Witz, da ebenfalls in der USA, dem Land der Monster-Pick-Ups, angesiedelt. Ich kann nur sagen, trauriges, rückständiges Europa. Man sollte hier allerdings ehrlicherweise berücksichtigen, dass Kalifornien durchaus sehr fortschrittliche Umweltgesetzgebungen hat. Kalifornien ist eben nicht gleich USA. In Europa hat sich außer Renault nur die Post, ja der „Beamtenapparat Deutsche Post“ hervorgetan und massetaugliche E-Autos auf die Straße gebracht. Alle anderen haben außer Sonntagsreden geschlafen, beziehungsweise den Diesel gepusht. Womit wir beim Kernthema sind. Der Diesel ist vom Verbrauch und somit der CO2-Emission 1. Wahl, aber er hat das Handicap der NOx Emission. Diese könnte, wenn denn gewollt, stark reduziert werden, aber selbst neue Euro 6-Fahrzeuge sind nicht einheitlich sauber. Laut aktueller ADAC-Analyse haben neue Euro 6 Dieselfahrzeuge einen Schadstoffausstoß, der sich ums 5-fache unterscheidet. Interessanterweise sind hier die deutschen Sünder (VW, Mercedes) positiv an der Spitze. Die Umweltsünder sind renommierte Marken wie Volvo oder besonders auffallend Fiat und Renault. Also einfach eine neue blaue Plakette für Euro 6-Fahrzeuge zu verteilen ist wenig zielführend, da Euro 6 scheinbar nicht gleich Euro 6 ist. Damit ist das ganze Dilemma kurz umschrieben. Versäumnisse der letzten 20 Jahre lassen sich halt nicht in zwei Wochen kompensieren. Soweit ein kleiner Ausschnitt des Mobilität-versus-Umwelt-Problems. Nur noch kurz zu den E-Autos. Natürlich ist es Unsinn, wenn nur Stadtbewohner ein solches fahren sollten. Gerade Pendler (die ja nicht in der Stadt wohnen) und Lieferfahrzeuge (hier noch mal ein Lob an die Post), sowie ÖVN sollten und müssen sehr schnell umsteigen, wenn ein Fahrverbot verhindert werden soll. Und ein Tipp zum Schluss, wer beides nicht will, sollte schnellstes auf ein Erdgasauto umsteigen. Große Fahrzeug-Auswahl, niedrige Betriebskosten und geringer CO2-Ausstoß und natürlich kein NOx. 

Andreas Weber Pähl

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