Leserbriefe

Vergleichbarer Erfolg in den USA

München - Der Leserbrief bezieht sich auf den Kommentar von Georg Anastasiadis: „Die EZB lässt Geld vom Himmel regnen“.

Die akzentuierten Kommentare von Herrn Anastasiadis schätze ich als regelmäßiger Leser sehr. Die Bewertung in seinem Kommentar „Die EZB lässt Geld vom Himmel regnen“ scheint mir aber unausgewogen. Herr Draghi hat nicht die wirtschaftlich so wenig kohärente Zone etabliert: das waren die Politiker. Seine Aufgabe ist es, mit den Mitteln der Geldpolitik die extrem defizitären Volkswirtschaften mit großer Arbeitslosigkeit im Süden mit den wachstumsstarken, annähernd vollbeschäftigten im Norden Europas in Einklang zu bringen. Mit Hochzinspolitik? Die traditionell exzessive Sparpolitik in Deutschland hat – im Gegensatz zu vielen anderen entwickelten Ländern, wo Investments in Sachwerten dominieren – auch nicht nur Segen beschert. Ich erinnere nur an zwei Inflationen in den Nachkriegsjahren. So singulär – und vorab zum Scheitern verurteilt wie dargestellt – ist die Niedrigzinspolitik der EZB nicht: Die Fed hat mit ihrer vergleichbaren Niedrigzinspolitik in den USA zwischenzeitlich erste wirtschaftspolitische Erfolge erzielt und ist dabei, in der wachsenden US-Volkswirtschaft das Zinsniveau anzuheben.
Paul von Ostman, Kreuth

 

Draghi lässt Geld vom Himmel regnen und wird zum strahlenden Super-Mario. Die zwei kleinen Geldfälscher, die sich in einer Garage ein paar Fünfziger gedruckt haben, hält man für Ganoven und steckt sie in den Knast – natürlich zu Recht! Schließlich haben sie übersehen, Betrug ist nur in ganz großem Stil legitim.
Wolfgang Härtl, Grafing

 

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