Nur der Staat pleite

Julius Müller-Meiningen: Warum Italien nicht von der Stelle kommt; Wirtschaft 22. Juni

Italien kommt nicht von der Stelle, weil es nicht muss und mit Mario Draghi einen EZB- Präsidenten hat, der mit niedrigen Zinsen ein Auge auf sein Land hat und weil die anderen EU-Regierungen aus Angst vor weiteren Exits aus der EU gewähren lassen. Dass man vielleicht genau damit die EU gegen die Wand fährt, vor allem aber den Deutschen Sparer verarmen lässt, der nun mal zu brav in Sparbuch, Lebensversicherung und Bausparer bei niedrigster Eigentumsquote von 45 % anlegt, wird verdrängt. Die Privathaushalte in den angeblich armen Staaten wie Griechenland oder Italien sind teilweise jedoch deutlich wohlhabender als deutsche Privathaushalte, auch mit Eigentumsquoten jenseits der 70 %. Die Steuerverwaltungen in diesen Landern lassen das Volk oft bewusst in Ruhe. Es ist besser, wenn nur der Staat pleite ist, da springen EU (= 25 % Deutschland) und EZB ja schließlich ein. 

Michael Forster Gmund am Tegernsee

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