Richtige Bewertung

„Ein Prozent hat mehr als der Rest der Welt“; Wirtschaft 18. Januar

Diese Überschrift muss in Vergleich zu den Lippen-Bekenntnissen „Wir müssen Fluchtursachen bekämpfen“ gesetzt werden. Bei richtiger Bewertung durch alle Wähler wäre jede weitere Betrachtung überflüssig. Dass diese nicht statt findet und sich Befürworter und Gegner der gegenwärtigen politischen Situation (Flüchtlinge, Wirtschaft, Handlungsabsicht) zwei bis vier Ebnen unter dem erforderlichen Handlungsspielraum streiten, lässt wenig Positives erwarten. In verschiedenen Leserbriefen wurde, wenn auch kaum verständlich die (teilweise) Auswechslung des politischen Handlungspersonal gefordert. Sehr deutlich, wir (die meisten) Wähler sind nicht fähig oder Willens die Souveränität des politischen Handelns selbst in die Hand zu nehmen. Im Klartext, durch wiederholte veränderte Wahlentscheidung unsere verwöhnte Berufspolitikerkaste durch Verlust ihrer Privilegien zu einem verantwortlichen Handeln zu zwingen. Statt dessen wird, in den Leserbriefen sofort die Angst vor einem(er) Parteierdbeben/veränderungen beschworen. Ja, die Damen und Herren in Berlin müssen um Ihre Posten fürchten. Auch wenn vorübergehend nicht gewünschte Parteirichtungen an die Macht (zu)kommen drohen. Eine aktive achtsame Demokratie/Wählerschaft kann dies ebenso wieder ändern. Nicht Angstmache, sondern unser(e) Wählermut/macht kann die erforderlichen Änderungen herbeiführen. Mandats- und Machtverlust ist der Schlüssel unsere Lobby-abhängigen Politiker an ihre Aufgabe erinnern. Erforderlich ist eine dauernde Politikbegleitung. Zwei Wochen vor der Wahl eine Internetseite anzuklicken, auf der empfohlen wird welche Partei man wählen solle, ist das dümmste. Die führenden Parteien haben hier ihre Finger im Spiel. Leicht wird es nicht. Vorübergehend können fast alle Wähler mit Einkommenseinbußen betroffen sein. Aber hat sich ein Politiker geregt, als ein Bankmanager mit dem Anspruch der Selbstverständlichkeit 15 bis 25 % Kapitalrendite forderte. Den Rendite erwirtschaftenden Beschäftigten aber nur 1 bis 2 % gegönnt wird.

 Alois Aicher Taufkirchen/Vils

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