Kritik an der Geldpolitik der EZB

Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung wird von außen durch den IS bedroht von innen gegebenenfalls durch die AfD und durch die Geldpolitik – auf lange Sicht!

Unsere westliche Lebensweise hängt auch und vor allem von der wirtschaftlichen Prosperität ab. Und die schwindet, wenn wie schon länger von der Gelddruckmaschine Draghi nur noch Geld gedruckt wird. Davon profitiert Berlin – wir haben die schwarze Haushaltsnull. Zahlen tut der Sparer – rasant verliert er sein Geld. Und sobald alle Sparguthaben verpulvert sind, der Luxus nicht mehr gesteigert werden kann, dann kommt der Crash, und wie freiheitlich geht es dann weiter?

Johanna Bruckmayer Dachau


Mit seiner Leitzinspolitik ist der Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi auf den Tiefpunkt angelangt. Genau definiert, es steht eine Null auf den Tachometer. Der Zins hat seine Signalwirkung gänzlich verloren. Eine Notenbank, die Geld verschenkt, wird kaum mehr die Kontrolle über die Notenpresse in den Griff bekommen. Diesbezüglich meldet sich der Wirtschaftsprofessor Otmar Issing, ehemaliger Chef-Volkswirt der Europäischen Zentralbank kritisch zu Wort und nennt die jüngste Entscheidung von Mario Draghi, eine totale Geistesverwirrung. Deutlicher kann man die verkorkste Geldpolitik der Europäischen Währungshüter nicht mehr bezeichnen. Im Vorfeld der unbegrenzte Ankauf von maroden Staatsanleihen, die wegen Überschreitung ihrer Kompetenz sehr umstritten war, letztlich aber von Brüssel durchgewunken wurde, und jetzt soll auch direktes Geld an die großen Aktiengesellschaft fließen. Mit zinslosem Geld setzt Draghi das Kreditgeschäft der Großbanken praktisch schachmatt. Für die Geldbeschaffung lässt Draghi die Notenpresse auf Hochdruck laufen. Und all dies lassen sich die Mitgliedsstaaten die Träger der Europäischen Zentralbank bieten, statt den Machtmissbrauch anzuprangern. Die Währungshüter unserer soliden D-Mark, waren stets bedacht, dass sich Geldmenge und Wirtschaftswachstum die Waage hielten. Die Banken waren die Sammelbecken für Anleger und boten lukrative Zinserträge je nach Laufzeit der Kapitalanlage. Der Kreislauf war, dass die Banken dieses Geld gegen hohe Auflagen an Sicherheiten durch Kredite wieder in die heimische Wirtschaft pumpten. Eine Volkswirtschaft die florierte, den Mittelstand und die Industrie förderte. Und heute? Was hat denn die ständige Absenkung des Leitzinssatzes gebracht? Mit einem Wort nichts! Im Gegenzug das Geld der Sparer wurde entwertet und sie erlitten reale Vermögensverluste. Der Euro hat seit dem Ausgabekurs bis heute mehr als ein Drittel an Wert verloren! Wo sind denn die Paten, die damals den Euro aus der Taufe hoben und meinten, wir haben heute ein Kindlein geboren, das unser aller Obhut bedarf, damit es stark und sich gut entwickeln kann? Das verankerte Ziel, die Stabilität des Euro fest zu untermauern, erwies sich als brüchig. Fazit – wie lange lässt man die Fehlbesetzung an der Spitze der Europäischen Zentralbank noch gewähren bis man ihm die rote Karte zeigt?

Eugen Simbeck Wolfratshausen-Waldram

Wirtschaftsweise sehen lockere Geldpolitik mit Sorge; Wirtschaft 24./25. März
Helikoptergeld eine „totale Geistesverwirrung“; Wirtschaft 24./25. März

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