Kein Klinkenputzer

Sebastian Hölzle: Neuer Stromanbieter – ganz ohne Vertrag; Wirtschaft 14./15. August

In Ihrer Ausgabe Nr. 186 erlauben sich diese, in der Empfehlung „Verbotene Tricks“ u.a. aufzuführen: „Keine Vertreter in die Wohnung lassen“, nachdem an der Haustüre geklingelt wurde. Ich bin 54 Jahre im Vertrieb. Auch als Direktvermarkter – oder wie Sie es eventuell benennen als Klinkschenputzer. Es gibt Produkte, die in ihrer Beschaffenheit so kompliziert sind, dass ein Ladenverkauf nicht möglich ist. Zum Beispiel der beste Staubsauger der Welt. Oder komplizierte Demonstrationen im Haus. Siehe Mixgeräte. Sie verunglimpfen eine Branche, die zwar nur von 1,4 % der Beschäftigten wegen ihrer Erschwernisse ausgeführt wird, aber Ihre Empfehlungen können Sie sich sparen. Im Direktverkauf verdient man sehr gut, weil die Abschluss von Meinungen wie der Redakteure sehr erschwert wird. Zum Beispiel ist aktuell, dass Werber an der Haustüre von 100 x Läuten, 95 x eine Ohrfeige bekommen. Es gibt natürlich schwarze Schafe, die stören auch mich. Ich persönlich werde in die Wohnung gebeten. Auch heute noch, weil ich immer nach kaufmännischer Ehrlichkeit handelte und auch heute mit 77 Jahren akquiriere. Allerdings nicht ausschließlich. Als freier Handelsverteter bin ich vielseitig und aufgrund meiner Loyalität von namhaften Firmen beauftragt. Bedenken Sie, dass Sie mit Ihren laienhaften Kommentierungen Branchen treffen, die wohltätig für Menschen werben. Ich werbe zurzeit auch für eine wohltätige Einrichtung, die die Menschheit täglich auf der Straße und bei Katastrophen, Unfällen und Krankentransporen sehen kann. Ich hoffe, ich habe auch meinen seriösen Kollegen aus der Seele gesprochen. 

Erich Ettl Garmisch-Partenkichen

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