Trennung von der Bank

Sebastian Hölzle: „Wir sind eine Premium-Bank“; Wirtschaft 5. August

Die Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der HypoVereinsbank (HVB), Theodor Weimer, musste ich zweimal lesen, um mich dann doppelt zu ärgern. Die Worte von Herrn Weimer sind an Arroganz und Geringschätzung der Privatkunden nicht zu übertreffen. Im Zuge der Gebührenumstellung für Girokonten zum 1. Oktober 2016 (müsste eigentlich massive Gebührenerhöhung heißen), ist Weimer der Meinung, er könne auf Kunden verzichten, die nur zwei Produkte bei der HVB abschließen. Erst bei fünf Produkten sei der Kunde profitabel. Ob die Produkte auch für den Sparer profitabel sind, sei dahingestellt. Als Kunde der HVB habe ich mein hart erspartes Geld in drei HVB-Produkte angelegt, die laut Kundenberater der HVB äußerst sicher und rentabel sind. Ein Produkt führte zur Insolvenz und somit zum Totalverlust meiner Einlage, zwei weitere Produkte dümpeln vor sich hin und ich bin froh, dass ich nicht draufzahle. Die Hoffnung auf die zugesicherten Zinserträge habe ich schon lange aufgegeben. Wer verdient trotzdem an den Produkten? Richtig Herr Weimer, die HVB durch Gebühren und Provisionen bei Abschluss der Produkte. Hoffentlich folgen viele HVB-Kunden der Aufforderung von Herrn Weimer und trennen sich von der Bank. Ich bin auf alle Fälle auch dabei. 

Rudolf Proschko Zolling

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