Schutz vor Umweltverschmutzung

Kritiker nehmen Monsanto ins Visier; Wirtschaft 29./30. April/1. Mai

Der Staat, der uns eigentlich beschützen sollte, zieht sich bewusst aus seiner Verantwortung zurück, und überlässt es diversen Organisationen (von Steuergeldern finanziert), das Problem zu lösen. Das Institut der Weltgesundheitsorganisation hat das Pflanzengift Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Nun kommt „REACH“ , sie ist eine Verordnung der Europäischen Union, die erlassen wurde, um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken, die durch Chemikalien entstehen können, zu verbessern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in der EU zu erhöhen. Diese Organisation ist in der Vergangenheit durch mangelhaften Umgang mit Interessenkonflikten aufgefallen 2011 Ausgaben 93,2 Millionen Verstoß gegen Haushaltsgrundsatz (Rechnungshof). Eine Institution mit 564 Mitarbeitern. Bei „EFSA“ sieht es nicht anders aus, sie bläst in das gleiche Horn, dass Glyphosat nicht giftig sei. Man gewinnt den Eindruck das nicht die Politiker bestimmen, was sein darf, sondern die Konzerne das Sagen haben. Wenn Bayer Monsanto übernimmt für eine sagenhafte Summe von über 66 Milliarden US-Dollar, dann haben sie das Welt-Monopol, und wenn dann die Böden endgültig kontaminiert sind, werden diese gierigen Machtmenschen sehen, das man Geld nicht essen kann. Warum glaubt man nicht unabhängigen Wissenschaftlern, die schon vor Jahren das Pflanzengift als gefährlich eingestuft haben? Sie werden einfach übergangen. Warum gibt es in Argentinien und Indien seit Jahren so viel Landflucht? Die Menschen dort können ihr eigenes Land nicht mehr bebauen, weil der Boden kontaminiert ist. Fehlgeburten, Missgeburten und Krebserkrankungen, weil Flugzeuge die Felder mit Glyphosat besprühen. Und wen interessiert das? Von 27 EU-Ländern sind 19 für eine weitere Zulassung, Malta und Frankreich dagegen. Merkel und Agrarminister Schmidt enthielten sich der Stimme, sind aber für eine Zulassungsverlängerung. Noch nie ist über eine Sache so lange gestritten worden wie über Glyphosat. Was für eine Farce! Und wie soll es nun weitergehen, wird das Volk wieder einmal übergangen? Machen wir uns doch nichts vor, der Zusammenschluss ist so sicher wie das Amen in der Kirche, denn warum hat Herr Baumann den Antrag bei den EU-Wettbewerbsaufsehern noch nicht einmal eingereicht, ist er sich so sicher? Und warum geht er so ein unüberschaubares Risiko ein? Sollte die ganze Arbeit der Organisationen und das Unterschriften sammeln umsonst gewesen sein? Wenn Bayer damit durchkommt, dann frage ich mich wofür noch eine EU? 

Ingrid Ehlers Aschau im Chiemgau

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