Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte

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Keine Europalösung

Til Huber: Querelen ohne Ende; Kommentar 25./26. März

Noch ist mir unklar, haben wir eine Maut zur Energiewende oder eine Infrastruktur-Maut? Auf die Energiewende komme ich, da laut Dobrindt-Aussage mit einem neuen Auto – wer es sich leisten kann – mit einem umweltfreundlichen Auto weniger oder keine Maut zu zahlen ist. Was mir hier jedoch fehlt, ist, dass wer ganz wenig fährt – auch mit einem alten Auto – mehr für die Umwelt tut, als einer, der mit einem neuen Auto viele Tausende Kilometer fährt. Das heißt, die dienstlich genutzten Fahrzeuge mit hohen Fahrleistungen, die jedoch regelmäßig erneuert werden, werden von der Steuerlast wieder befreit. Wenn von einer Infrastruktur-Maut die Rede ist, warum erhalten dann umweltfreundliche Autos einen finanziellen Vorteil? Bei einer Infrastruktur-Maut geht es um die Abnutzung der Straße. Zur Belastung einer Straße zählen die gefahrenen Kilometer und vor allem auch das Gewicht eines Fahrzeuges. Diese Merkmale zur Maut-Kostenfindung habe ich allerdings noch nicht bei den Mautinformationen von Herrn Dobrindt gelesen. Da stellt sich mir die Frage: Muss ich als wenig Autofahrer, dafür aber als viel MVV-Fahrer mit Jahreskarte doppelt zahlen? Habe ich hier was falsch verstanden? Oder werden wir wieder von der Politik kräftig über den Tisch gezogen? Natürlich treibt mich auch die Sorge zu diesem Leserbrief, dass erst mal mit kaum Mehrkosten der Einstieg begonnen wird. Wenn dann die technische Abwicklung gut funktioniert, kann man je nach Finanzbedarf der Politik die Kostenschraube anziehen. 

Kurt Scholz Ebersberg

Es gibt (gute?) Gründe für oder gegen eine Maut in der BRD. Europafeindlich, wie oft gesagt, wäre sie nicht. Das haben schon fast alle unsere Nachbarn besorgt – ohne jeden Skrupel. Bei den Ersteinführungen der Maut vor ca. drei Jahrzehnten hat Brüssel und auch die BRD versagt. Diese faselte seinerzeit davon eine Europalösung dazu anzustreben, wurde aber nicht tätig. Heute dieses anzugehen, führt wohl zu keinem Ergebnis: Es ist zu schön für unsere Nachbarn, uns abzukassieren und selbst hier freie Fahrt zu haben.

 Otto Böhm Starnberg

Mit der am 24. März endgültig beschlossenen Einführung der Pkw-Maut hat die CSU nun ihr Wahlversprechen aus 2013 leider durchgesetzt! Und der Widerstand der Bundeskanzlerin („mit mir wird es keine PKW-Maut geben“) wurde endgültig gebrochen. Das ganze Projekt wird Millionen kosten und wenig bis keine Mehreinnahmen in den Haushalt bringen. Gleichzeitig werden andere ebenfalls wichtige Verkehrsprojekte ignoriert oder auf die lange Bank verschoben. Hier im Landkreis werden die Anwohner an den Bahnstrecken Richtung Österreich massiv durch den Lärm aufgrund der zusätzlichen Züge beeinträchtigt. Die Bahn hat beispielsweise für Zorneding lediglich in einem Bereich von 300 Metern den Einbau von Schienenstegdämpfern versprochen - und keinen einzigen Meter neue Lärmschutzwand. Stattdessen treibt das CSU-geführte Verkehrsministerium die Maut voran, die auch unsere österreichischen Nachbarn belastet. Es wäre viel besser, wenn unser Verkehrsministerium intensiver mit unserem Nachbarland zusammenarbeiten würde, um die sogenannte Brennerzulaufstrecke so zu planen, dass die Bürger wirkungsvoll vom Bahnlärm entlastet werden. 

Dr. Robert Harrison Zorneding

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