Nordkorea erneut von Erdbeben erschüttert

Nordkorea erneut von Erdbeben erschüttert

Weit unter Mindestlohn bezahlt

„Die Leute sollen mehr verdienen“; Wirtschaft 2. Mai

Unlängst war im Fernsehen wieder einmal eine Diskussionsrunde, an der u.a. unsere Wirtschaftsministerin Nahles teilnahm. Dabei ging es um Beschäftigungsverhältnisse in verschiedenen Berufszweigen. Eine anwesende Dame, ca. 55 Jahre alt, die eine Ausbildung als Gebäudereiniger hatte, wurde zu ihrer Arbeit befragt. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet sie in diesem Beruf, an dem sie nach eigener Aussage Freude hat. Nur die heutigen Anstellungen lassen sie daran zweifeln, ob dabei alles mit rechten Dingen zugeht. Sehr verwundert hörte Frau Nahles davon, dass die Dame drei verschiedene Arbeitsverhältnisse bei unterschiedlichen Arbeitgebern hat, wobei alle Jobs zeitlich begrenzt sind. Nach Ablauf der Zeiten gibt es immer wieder einen neuen Arbeitsvertrag mit neuen Konditionen und zeitlicher Limitierung. Aus meinem nächsten Bekanntenkreis weiß ich, dass darüber hinaus die Arbeitszeiten nur vage erfasst und „geschönt“ werden. Der größte Anteil der Arbeitgeber sind Nichtdeutsche, vorwiegend aus den Balkanstaaten. Nur wenige Angestellte kommen, auch nur annähernd, auf den gesetzlichen Stundenlohn; der Reallohn liegt bei 6 Euro und darunter. Die liebe Frau Nahles hat davon noch nie etwas gehört. Noch schlimmer ist die Anstellung und Entlohnung im Gaststätten und Hotelbereich. Besonders auf Volksfesten müssen die Bedienungen vor Beginn zu einer Besprechung kommen, die schon einmal einen halben Tag dauern kann. Anschließend müssen sie für vorgeschriebene Kleidung, oder Kleidungsstücke, bezahlen. Getränke und Verzehrbons müssen im Voraus gekauft werden. Für Besteck, das von speziellen Betrieben Servietten eingerollt wurde, müssen die Bediener wiederum, in Vorlage bezahlen. Eine Anwesenheit ist Pflicht, wenn der Betreiber es vorschreibt. Stundenlohn gibt es nicht! Für wetterbedingte Ausfälle gibt es auch kein Geld. Die Arbeitszeiten werden manipuliert und Anwesenheit von 12 Stunden/Tag sind keine Ausnahme. Die Bediener werfen alles in eine Kasse. Die Abrechnung erfolgt nach Beendigung eines Festes nach einem sehr undurschtigem Schlüssel. Wenn die Bediener hier auf ein Entgeld von mehr als 7,-€ kommen, ist es „gut gelaufen“ Wo ist da die Überwachung der Arbeitszeiten und des gesetzlichen Mindestlohns? Von Kontrollen, die das leicht überwachen könnten, habe ich noch nie etwas gehört, oder gelesen! 

Hans Möckel München

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die wirklich wichtigen Themen vor der Wahl
Marcus Mäckler: Heutewird Ceta Wirklichkeit;Wirtschaft 21. September
Die wirklich wichtigen Themen vor der Wahl

Kommentare