Selbsternannter Alleskönner

„Sorry, es ist Zeit für einen Wandel“; Wirtschaft 6. März

Konkurrenz unerwünscht: Um seine vollmundigen Versprechungen einzulösen, die USA wieder an die Spitze der Wirtschaftsmächte zu führen, greift der selbsternannte Alleskönner Donald Trump tief in die Mottenkiste des Protektionismus. Zum Schutz seiner Volkswirtschaft versucht er nun die internationale Konkurrenz mit Einfuhrzöllen aus dem Felde zu schlagen. Ein Instrument des Merkantilismus des 16. bis 18. Jahrhunderts. Er versucht den Freihandel, der seit Jahrzehnten Quelle für Fortschritt, Innovationen und letztlich auch für wachsenden Wohlstand der Nation steht, soll eingeschränkt werden. Die US-Wirtschaft soll aus dem scharfen Wind der weltweiten Konkurrenz genommen werden. Wenn der angeblich mächtigste Mann der Welt seine patriotische Brille, die ihm jegliche vernünftige Sichtweise verstellt, abnimmt, wird er feststellen, wie es um sein Land bestellt ist. Exemplarisch sei hier die Automobilindustrie der Vereinigten Staaten genannt. Seine Kritik, dass auf New Yorks Straßen mehr Mercedes unterwegs sind, als heimische Nobelkarossen entkräftet sich, wenn Fakt ist, dass selbst seine konsumwütigen Bürger der Qualität Vorrang geben und BMW Amerika als größter Pkw-Exporteur des Landes die amerikanischen Produkte hinter sich lässt. Das Wissen um volkswirtschaftliche Zusammenhänge ist Trump im gleichen Maße abzusprechen wie seine Kenntnisse in Geografie (Belgien ist eine wunderschöne Stadt). Amerika wie weit bist du gesunken. 

Friedrich Wörnzhofer Peiting

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