Schiene statt Autobahn

Martin Prem: Zwei Brummis – doch nur ein Fahrer lenkt; Wirtschaft 5. April

Was hier als effektive Lösung für den Lastwagenverkehr hochgelobt wird, ist doch nur im Interesse der Lkw-Hersteller. Wir haben bereits ein System, bei dem ein Lokführer alleine 50 oder mehr Lkw platz- und energiesparend befördern kann. Das ist die ideale Lösung für den überregionalen Güterverkehr. Außerdem kann die Bahn ohne Ruhepause Tag und Nacht fahren. Unser Verkehrsminister Dobrindt, wie viele vor ihm auch, lässt die Bahn auf Sparflamme weiterlaufen. So kann sie natürlich nicht konkurrenzfähig sein und damit wird der unnötige Lkw-Verkehr weiter zunehmen. Heute haben wir schon kilometerlange Schlangen von Lkw auf den Autobahnen. Mit der weiteren Forcierung des Lkw-Verkehrs nimmt die Schadstoffbelastung zu. Eine Bahntrasse hat einen geringeren Flächenverbrauch als eine Autobahn. Zudem braucht es keine zusätzlichen Parkplätze wie auf den Autobahnen. Diese Fehlentwicklung mit selbstfahrenden Lkw sollte baldmöglichst einer vernünftigen Lösung durch den massiven Ausbau des Schienennetzes mit entsprechendem Fuhrpark weichen. Eine europaweite homogene Bahnstruktur würde eine deutliche Entlastung der überstrapazierten Autobahnen mit einer enormen Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und der Umweltbelastung durch Abgase bringen. Es bleibt zu hoffen, dass wir einen Verkehrsminister bekommen, der neue Wege geht, die gar nicht so neu sind.

 Dieter Kugler Bad Heilbrunn

100 Lkw – ein Fahrer. Es gibt derzeit bereits eine Möglichkeit, 100 und mehr Lkw mit einem Fahrer fahren zu lassen: Mit der Bundesbahn! Alles Andere ist nur eine Steigerung des bereits existierenden Irrsinns. Sollen als nächstes 5 Busse aneinandergekoppelt werden? Herr Dobrindt, setzen Sie diesem Wahnsinn ein Ende!

Reinhold Gesser Seehausen

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