Sparbuch, Immobilie, Aktien

Nicht rechtsstaatlich; Leserbriefe 27. Februar

Der heutige Leserbrief von Herrn Günther Schachner unterstreicht einmal mehr meine langjährige Einschätzung, dass es am Kapitalmarkt so gut wie kein Produkt gibt, was für den Normalsterblichen als Kapitalanlage bzw. Altersversorgung geeignet ist. Das wäre ja noch schöner, wenn alle Bürger die gleichen, realen Chancen hätten, sichere, leistungslose Einkünfte zu kassieren, denn dann würde sofort die Frage im Raume stehen, wer soll das denn bezahlen? Besonders verwerflich ist, wenn die Allgemeinheit noch halbwegs eine Chance vom Staat zunächst zugesagt bekamen, die ihnen dann später sogar noch von höchstrichterlichen Entscheidung zunichtegemacht wurden. Nachdem ich über 20 Jahre als selbstständiger Finanzdienstleister tätig war, bleiben allenfalls nur 3 Produkte übrig, die man den Normalverdienenden empfehlen kann, und zwar: 1.) das konservative Sparbuch als Notgroschen; 2.) das selbst genutzte Einfamilienhäuschen bzw. die Eigentumswohnung(en); 3.) Aktien namhafter Firmen als Einzeltitel, die man selbst für sehr sicher hält und mit denen man nicht spekuliert bzw. und sich nicht von einem Banker hat empfehlen lassen. Wer diese Grundsätze beherzigt, kann kaum etwas verkehrt machen, denn alles kann er selbst steuern und macht weder die Initiatoren vieler unsinniger Produkte noch deren beratende Vertriebe reich. Deshalb wäre es angebracht, dass hierüber einmal die seriösen Medien eingehend berichten, damit nicht ständig der kleine Mann abgezockt wird.

 Axel C. Baumgart Rottach-Egern

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