Erhebliche Steuermehrbelastung

Auf Merkels Art; Politik 27. Februar

Frau Merkel zerpflückt zwar nach ihrem Artikel die sozialen Wohltatspläne, die Herr Schulz/SPD ja schon in seiner Einführungsansprache genannt hat, dass die Refinanzierung durch die Einführung einer Vermögenssteuer erfolgen soll, wurde nicht kommentiert. Ich fürchte allerdings, dass viele Sympathisanten für eine solche Steuer, die ja euch von vielen kleineren Parteien unterstützt wird, sehr überrascht sein werden, wenn sie selbst zahlen müssen. Ein großer Teil der Wahlbürger hat sich rechtzeitig darum gekümmert, durch den Erwerb einer Wohnimmobilie, den Staat nicht mit Wohngeldzuschüssen im Alter zu belasten. Ich verlange deshalb von den Parteien, bevor ich eine Wahlentscheidung treffe eine öffentliche Aussage ob sie eine Vermögensbesteuerungplänen und wenn ja erwarte ich Einzelheiten über den Umfang der Steuer (wie viele Prozente, welche Freibeträge usw.), damit ich mir selbst ausrechnen kann wie viele Euro künftig meine Rente schmälern. Es wird auch andere Wähler interessieren welche Beträge allein für ihr Immobilienvermögen auf sie zukommen. Der frühere Bundeskanzler Schröder/SPD hat sich ja zur Höhe der Vermögenssteuer schon einmal geäußert! Er meinte „der Oma ihr klein Häuschen“ wird nicht versteuert. Dieses Häuschen gab es damals schon nicht mehr und gibt es heute, insbesondere in den Ballungszentren auch nicht mehr. Ich befürchte, dass der neue SPD-Stern Schulz eine Anzahl von Zwangsverkäufen bei Wohnimmobilien auslösen wird, was den sehr Reichen zugutekommt, die die Steuer aus der Portokasse bezahlen. Außerdem verdienen bei solchen Kauf- und Verkaufsaktionen wieder die in der Regel Vermögenden: Rechtsanwälte, Notare, Makler und Staat. Sollte die Vermögenssteuer eingeführt werden, trifft es auch viele millionen Mieter, denen der Aufwand für die Steuer zumindest teilweise von dem Vermieter an den Mieter in Rechnung gestellt wird. Es ist festzuhalten, dass es sich bei einer möglichen Einführung der Vermögenssteuer nicht um kleine Steuerzahlungen handelt, da sich die Steuer aus dem Verkehrswert einer Immobilie errechnet, der gerade in Ballungszentren sehr hoch ist.Da sind ohne Freibetrag schnell 10 000 Euro und mehr, jährlich zu bezahlen.

 Dietmar Köbler Gräfelfing

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