VW-Schlamassel

Bonus-Streit schwelt weiter; Wirtschaft 12. April

Das ist wieder typisch für die Großen dieser Welt. Bei VW werden Leiharbeiter ausgestellt, die im Haustarif beschäftigten bekommen wegen der roten Zahlen keine Erfolgsprämie, die Aktionäre mussten einen riesigen Wertverlust ihrer Aktien hinnehmen. Der Kurs fiel von 249 auf der- zeit 106 Euro und es wird keine Dividende geben und die Top-Manager tun so, als wäre nichts. Der Ex-Chef Winterkorn, der das ganze Schlamassels mitzuverantworten hat, bekommt immer noch pro Tag 46 000 Euro. Solche Praktiken sind nur bei so großen Unternehmen möglich. Was muss sich ein Mittelständler denken, der mit seinem privaten Vermögen haftet und wahrscheinlich in so einer Situation pleitegeht. Mein Fazit: Die Kleinen hängt man und die Großen bereichern sich.

Dieter Adametz Moosach

Vorweg ein Dank an die Journalisten, die diesen mehrhundertfachen Einkommensunterschied zwischen dem VW-Vorstand und dem VW-Bandarbeiter eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. - Ich erinnere mich vor vielen Jahren an die Warnung vor „amerikanischen Verhältnissen“ zwischenzeitlich sind sie himmelschreiende Realität. Leiharbeiter, Minijobber usw., beherrschen die Arbeitswelt, die nach getaner Arbeit, den Staat brauchen um die Familie zu ernähren. - Nein dies ist keine „kleingeistige Neiddebatte“, diese Situation ist der Boden zur Förderung des Radikalismus.

Helmut Zierer Fürstenfeldbruck

Bonus Streit geht weiter, 12. April Die Managergehälter und er „Bonus“ steigt bei den großen Konzernen, egal ob mehr oder weniger Gewinn eingefahren wird. Bei VW verringert sich der Gewinn deutlich die Abgasaffäre (Betrug am Kunden) hinterlässt große negative Spuren. Diese sollten sich – logisch – auch in verringerten Bonuszahlungen für Manager niederschlagen. Aber: Man wehrt sich, ohne zu erröten, ohne das Selbsteingeständnis deutlich versagt zu haben. Die Selbstüberschätzung dieser Großverdiener ist grenzenlos. Sie haben jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren. Wie wenig/viel wird wirklich benötigt um ein Luxusleben zu führen, was den Großverdienern gegönnt sei. Ein Luxusleben führen können die „normalen“ Mitarbeiter bei VW wirklich nicht. Dieser Blick und diese Beurteilung ist den Managern nicht gegeben. Fraglich ob sie wirklich verdient haben, was sie verdienen. In sich gehen wäre angesagt. Alle, wirklich alle an den oberen Schalhebeln dort haben in Sachen Abgasaffäre versagt. Das sollte sich deutlich in (gekürzten) Bonuszahlungen abzeichnen.

Otto Böhm Starnberg

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