Der Teufelsgraben ist wieder durchlässig: Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (l.) sowie Rainer List (r.) und Felix Nix von den Stadtwerken gaben gestern den Durchgang unter dem maroden Aquädukt bei Grub wieder frei. Foto: Andreas Leder

Aquädukt im Teufelsgraben ist wieder passierbar

Valley - Der beliebte Wanderweg im Teufelsgraben zwischen Kreuzstraße und Grub wurde im Frühjahr gesperrt. Seit gestern ist der Bauzaun unter dem bröckelnden Aquädukt aber wieder verschwunden, der Durchgang ist gesichert.

Das Denkmal bröckelt. Weil von dem über hundert Jahre alten Beton-Aquädukt der Münchner Stadtwerke im Teufelsgraben immer wieder gefährliche Brocken auf den Wanderweg darunter stürzen, sahen Stadtwerke und Gemeinde Valley Handlungsbedarf. „Wir haben den Durchgang aber jetzt durch mehrere Ebenen Gerüst gesichert“, erklärte Rainer List, Leiter der Wassergewinnung bei den Münchner Stadtwerken. Die unmittelbare Gefahr für Wanderer und Radler ist damit gebannt. Der Durchgang ist wieder freigegeben.

Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker atmet durch. „Im Rathaus haben immer wieder Leute angerufen und sich erkundigt, was denn mit dem Weg los ist.“ Weil damals bloße Hinweistafeln wenig bewirkt hatten (Hallmannsecker: „Das hat die wenigsten gejuckt“) , wurde der gemeindliche Wanderweg in Absprache mit den Stadtwerken durch Bauzäune abgeriegelt - sehr zum Unwillen etwa des Bund Naturschutz im Landkreis, der sich über diese großräumige „Aussperrung“ beschwerte. „Aber das war nötig“, sagt Hallmannsecker, „die Gemeinde konnte dieses Risiko nicht eingehen.“

Ob das Baudenkmal dauerhaft erhalten bleiben kann, steht in den Sternen. „Da streiten sich die Fachleute“, sagt der Bürgermeister. Fakt ist: Die Gemeinde lehnt einen Abriss ab. Ein von den Stadtwerken bestellter Gutachter andererseits hegt starke Zweifel an der Standfestigkeit des Bauwerks. Mittlerweile nehmen Spezialisten der Technischen Universität München die alte Rohrbrücke unter die Lupe. (avh)

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