Aufräumarbeiten erledigte die Holzkirchner Feuerwehr gestern nach einer Karambolage auf der Autobahn. Foto: Feuerwehr

Das Ende eines Kraftpakets

Holzkirchen - Zwei Karambolagen bei Holzkirchen blockierten am Donnerstag das Fortkommen auf der Autobahn - und das in beiden Richtungen.

Zunächst krachte es gegen 10.45 Uhr in Richtung München, etwa einen Kilometer nach Holzkirchen. Im stockenden Verkehr hatten ein 51-jähriger Grieche aus Hamburg und ein 23-jähriger Rumäne aus Unterhaching nicht aufgepasst und prallten auf den Audi eines 24-jährigen Rumänen aus München. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 24 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Nur wenig später kam es auch auf der Fahrspur nach Süden zu einem Auffahrunfall, etwa 500 Meter von der Raststätte entfernt. Ein 52-jähriger Pole fuhr im stockenden Verkehr an und gab Gas, übersah dabei aber den vor ihm stehenden Audi RS 6 eines 48-jährigen Neuburgers. Auch hier gab es keine Verletzten - aber einen sehr traurigen Autobesitzer: Der Neuburger wollte seinen Sportwagen, der rund 15 000 Euro wert ist, in den nächsten Tagen verkaufen. Sein Kraftpaket ist wie der Audi jetzt aber ein Totalschaden.

Da aus einem der havarierten Autos des ersten Unfalls Rauch aufstieg, wurde vorsorglich die Holzkirchner Feuerwehr in Marsch gesetzt. 25 Aktive rückten in vier Fahrzeugen aus, mussten aber nicht eingreifen.

Noch während des Einsatzes auf der Autobahn gab es den nächsten Alarm. Eine Brandmelde-Anlage im Gesundheits-Zentrum Atrium hatte angeschlagen. Holzkirchens stellvertretender Kommandant Ludwig Würmseer bat die Otterfinger Kameraden um Hilfe, da seine Truppe noch auf der Autobahn festhing.

Ein Eingreifen war aber auch im Atrium nicht nötig. Trockenbau-Arbeiten hatten Staub verursacht und der hatte den automatischen Brandmelder aktiviert. „Ein sogenannter Täuschungsalarm“, sagt Würmseer. (avh)

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