Wertvolle Spende: Elfie von Khreninger vom Förderverein überreicht den Kommandanten Peter Schlickenrieder (l.) und Ludwig Würmseer den Notfall-Rucksack. foto: Feuerwehr

Feuerwehr Holzkirchen: Ein Rucksack für Lebensretter

Holzkirchen - Edle Gabe: Einen vollgepackten Notfallrucksack hat der Förderverein Notfallmedizin Holzkirchen jetzt der örtlichen Feuerwehr spendiert.

Sie löschen und bergen, das ist ihr Hauptauftrag. Doch die Feuerwehren leisten längst weit mehr, um in Notlagen zu helfen. Zum erweiterten „Geschäftsfeld“ gehört die Erste Hilfe, wenn im Einsatz verletzte oder kranke Menschen zu versorgen sind. Fünf bis sechsmal im Jahr, so schätzt Holzkirchens stellvertretender Kommandant Ludwig Würmseer, werde seine Truppe zu solchen Notfällen geschickt. Dafür sind die Holzkirchner Kameraden jetzt besser gerüstet. Der Förderverein Notfallmedizin Holzkirchen spendierte der Wehr einen vollgepackten Notfall-Rucksack im Wert von rund 1800 Euro.

Einen Eindruck will Würmseer unbedingt vermeiden. „Die Feuerwehr ist kein Mini-BRK, wir bauen hier sicher keine Konkurrenz zum Roten Kreuz auf.“ Die Einsatzwirklichkeit zwinge der Feuerwehr diese Zusatzqualifikation auf. Spätestens seitdem die Integrierte Leitstelle in Rosenheim die Einsätze koordiniert, bleibt die Feuerwehr in manchen Fällen als letzter Rettungsanker übrig - dann, wenn alle Rettungswägen unterwegs sind und auch das bewährte First-Responder-team der Holzkirchner BRK-Kameraden nicht zur Verfügung steht. „Nur wenn alle Stricke reißen, werden wir alarmiert“, sagt Würmseer, „da geht es schlicht um die schnellste Hilfe für einen Menschen in Not.“ Die Aktiven der Feuerwehr übernehmen als „ausgebildete Laien“ die Erstversorgung. Vor allem bei Herzinfarkten oder Bewusstlosigkeit kann das Leben retten. (avh)

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