Der Bauzaun am Aquädukt in Grub wird immer wieder zerstört. Foto: Thomas Plettenberg

Gefährliches Denkmal

Holzkirchen - Vom Äquadukt in Grub lösen sich große Brocken. Zum Schutz der Fußgänger ist der darunter liegende Weg gesperrt. Doch die Absperrung wird immer wieder zerstört.

Das Aquädukt, das seit 1890 bei Grub die Trinkwasserleitung nach München über das Tal trägt, ist das heimliche Wahrzeichen Valleys.

Die Idylle indes trügt, denn das Denkmal ist marode: Weil es bröckelte, ist der gemeindliche Weg darunter längst gesperrt. "Gehalten hat sich an die Schilder niemand", klagt der Valleyer Bürgermeister Andreas Hallmannsecker. Weil das Bauwerk inzwischen aber längst nicht nur bröselt, sondern sich mächtige Brocken daraus lösen, haben die Stadtwerke München als Besitzer in Absprache mit der Gemeinde einen Bauzaun aufgestellt, der den Weg versperrt.

"Wir machen das nicht zum Spaß und wollen auch niemanden ärgern", sagt Rainer List, Leiter der Wassergewinnung der Münchner Stadtwerke, der sich nicht nur wundert, sondern auch ärgert. "Das Schlimmste wäre doch, wenn hier ein Mensch stirbt."

Abwegig ist das nicht, auch wenn die Gefahr in der Idylle den Passanten offenbar nicht bewusst ist. Der Bauzaun indes wird regelmäßig zerstört und geöffnet.

Lösungen zur Sicherung sind im Gespräch. Der Plan: Das Bauwerk wird eingerüstet und bekommt zwei Podeste eingezogen. „Das obere soll Brocken auffangen“, erklärt List, „das untere soll den Weg vor dem schützen, was die obere Ebene durchschlägt.“ Spezialisten der Technischen Universität München sollen das Bauwerk und seine Substanz unter die Lupe nehmen und klären, ob es eine Möglichkeit zur Sanierung gibt.

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