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Gläubige begrüßen neuen Holzkirchner Pfarrrer

Holzkirchen - Der erst 33-jährige Anton Tulbure wurde gestern feierlich als neuer Leiter des Pfarrverbands Holzkirchen eingeführt. Mit ihm begrüßten die rund 700 Gläubigen auch den neuen Pastoralreferenten Richard Siebler.

Walter, der Sechzehnte, nimmt Abschied. Anton, der Siebzehnte, ist angekommen. Pfarrer Anton Tulbure wurde gestern in St. Josef feierlich als neuer Leiter des großen Pfarrverbands Holzkirchen eingeführt - als 17. Träger dieses Amtes seit der Holzkirchner Selbstständigkeit anno 1855. Die rund 700 Gläubigen erlebten im Gottesdienst auch ihren langjährigen Pfarrer Walter Waldschütz, der in seiner Funktion als Dekan seinem Nachfolger symbolisch die Kirchenschlüssel und das Evangeliums-Buch übergab und vor dem der 33-jährige Tulbure sein Amtsversprechen leistete.

Tulbure ist erst seit wenigen Tagen in Holzkirchen. In seiner Einführungspredigt gab er viel Persönliches preis. Als Kind habe ihn der Pfarrer in seiner rumänischen Heimat geprägt, erzählte Tulbure. „Ein toller Mensch, immer für andere da“ - sein Beispiel habe ihn angespornt, selbst Priester zu werden. „Wir brauchen solche Vorbilder.“ Wie sein Mentor trat Tulbure den Franziskanern bei. Nach dem Studium kam er 2003 nach Deutschland, absolvierte in Würzburg einen Deutsch-Crashkurs und wurde Kaplan in Kaiserslautern. „Mein Schwerpunkt war die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien.“

Es folgten Verwendungen in Traunstein und in Germersheim. Als er den Wunsch äußerte, wieder im Erzbistum München-Freising eingesetzt zu werden, griff das Ordinariat beherzt zu und bot ihm Holzkirchen an. Dass er ein kommunikativer Mensch ist, beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass er sechs Sprachen spricht. „Und wir Holzkirchner werden ihm die Siebte lernen, das Bayerische“, versprach Bürgermeister Josef Höß Josef, der wie der ganze Kirchensaal Tulbures erste Predigt freudig beklatschte.

Doch noch ist die Enttäuschung in Holzkirchen nicht ganz verflogen, dass der personelle Umbruch so plötzlich kam. „Eine schwere Zeit für alle Beteiligten“, bekannte Waldschütz, der aus Holzkirchen auch Pastoralreferentin Maria Thanbichler mit an die neue Wirkungsstätte nach Tegernsee nimmt. Waldschütz ging nicht freiwillig, sondern wurde vom Ordinariat berufen. „Als Holzkirchner können wir das nicht nachvollziehen“, sagte Höß.

Mit Tulbure wurde gestern auch der neue Pastoralreferent Richard Siebler begrüßt. „Zwei weitere Mitarbeiter sind uns versprochen“, sagt Tulbure. „Schön wäre, wenn das alte Team noch ein wenig mitläuft“, präzisierte das Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Matthias Hefter. Angedacht ist, dass Waldschütz und Thanbichler dem neuen Seelsorge-Duo noch ein Jahr beratend zur Seite stehen. Noch seien „rechtliche Details zu klären“, sagte Waldschütz. Seinem Nachfolger gab er mit auf den Weg, „dass Du eine bessere Gemeinde kaum hättest finden können.“ Tulbure und Siebler sollten sich auf die Gläubigen in Holzkirchen freuen. „Sie werden euch tragen.“ (avh)

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