Wetter: Warnung des DWD! Fast ganz Deutschland eingefärbt

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Hoch den Baum: (v.l.) Zimmermeister Sepp Mayr, Pfarrer Wolfgang Dörrich, stellvertretende Leiterin des Kindergartens Hollerbusch Ursula Stacheter, Zimmerer Franz Holzer und Bürgermeister Josef Höß bei der Hebfeier für die neue Krippe. foto: tp

Hebfeier für Hollerzwerge

Holzkirchen - Eine Hebfeier gab es am Freitag für die neue Krippe Hollerzwerge, die am Gelände der evangelischen Kirche in Holzkirchen entsteht.

Auch wenn sich die Gesellschaft ändert, und zunehmend Krippen nötig sind: Tradition muss sein. Zimmermeister Sepp Mayr aus Finsterwald steht in Lederhose unter dem Dach auf dem Gerüst und lässt ein dickes Seil herab. „Der Bauherr darf anhängen“, ruft er herunter. Und schon eilen Holzkirchens Bürgermeister Josef Höß und der evangelische Pfarrer Wolfgang Dörrich zum Seilende. Sie knoten ein dünnes Nadelbäumchen daran, Mayr zieht es hoch, steckt den Stamm ins Gerüst und lässt einen Jubelschrei los.

Denn am gestrigen Freitag fand die Hebfeier für die neue Krippe „Hollerzwerge“ am Gelände der evangelischen Kirche statt. Der Neubau steht auf dem Fundament des ehemaligen Gemeindehauses. Das Projekt schultern Marktgemeinde und Kirche gemeinsam (wir berichteten). „Insgesamt kostet es rund 1,2 Millionen Euro“, sagte Höß. Den Großteil davon bezahlt die Kommune, gut 75 000 Euro die Kirche, an Zuschüssen fließen 300 000 Euro. Die neue Krippe, die zwölf Kinder aufnehmen kann, wird mit dem benachbarten Kindergarten Hollerbusch zusammengefasst. Kindergarten-Chefin Anette Husung wird die Leitung unter dem Namen Kindertagesstätte Hollerbusch übernehmen. Erzieherin Sabine Kamin wird die zwölf Kinder betreuen, gemeinsam mit einer weiteren Erzieherin, einer Kinderpflegerin sowie einer Nachwuchskraft, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet. Im Erdgeschoss des Gebäudes kommen die Räume der Krippe unter. In einem separaten Komplex - allerdings mit demselben Eingang - finden soziale Beratungsstellen ein Zuhause. Im ersten Stock wird es einen Personalraum und einen Saal geben, den Gemeinde und Kirche nutzen können. Im Keller werden ein Jugendraum und die Haustechnik untergebracht.

Höß lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kirche. Der Bau des Holzhauses sei seit dem Spatenstich Ende März zügig vorangegangen. „Trotzdem habe ich Sorgenfalten auf der Stirn“, sagte er. „Denn es reicht hinten und vorne nicht.“ Der Bedarf an Krippenplätzen sei groß. „Die Gesellschaft hat sich gewandelt.“ Junge Mütter wollen arbeiten gehen. Erst am Vortag sei eine Alleinerziehende weinend vor ihm gesessen. Aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, wenn sie keine Betreuung für ihr Kind findet. „Wir haben eine Lösung gefunden.“ Genau genommen muss die Kommune handeln. Denn ab August 2013 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf einen Krippenplatz.

Insgesamt kann Holzkirchen ab September 116 Plätze anbieten. Denn auch am Frühlingsdorf hat die Gemeinde eine neue Krippe mit 14 Ganztages- und acht Halbtagesplätzen gebaut (wir berichteten). Diese geht wie die Hollerzwerge im September in Betrieb. Wieviele Plätze nun schon fest vergeben sind, könne man jetzt noch nicht sagen. „Bis September kann sich noch viel tun“, meinte Höß. Manche würden kurzfristig abspringen. Im Oktober gibt es eine offizielle Einweihungsfeier der Krippe Hollerzwerge. (mar)

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