Rettungsgasse war verstopft

Otterfing - Es ging um ein Menschenleben, aber die Feuerwehr Otterfing kam kaum vorwärts. Auf der Autobahn war am Donnerstag gegen 12.45 Uhr ein 62-jähriger Münchner mit seinem Renault in einen stehenden Lkw gekracht, der Mann war im Wrack seines Wagens eingeklemmt. Doch die Rettungsgasse war blockiert.

„Wir sind nur schleppend durchgekommen", berichtet Feuerwehr-Sprecher Roberto Sottanelli, „wieder einmal haben die Autos im Rückstau keine Rettungsgasse gebildet." Verspätet trafen die Retter am Unfallort ein. Es gelang, den Münchner zu befreien. Der 62-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in eine Münchner Klinik geflogen.

Das Unheil hatte seinen Lauf genommen, als ein Lkw wegen der Fahrbahn-Arbeiten zwischen Holzkirchen und Otterfing bis zum Stillstand abbremsen musste. Der Münchner bemerkte das zu spät und prallte laut Polizei mit „erheblicher Geschwindigkeit“ ins Heck des Lkw. Zwei Fahrbahnen waren bis 15 Uhr gespert, der Rückstau zog sich bis Weyarn.

Nicht zum ersten Mal kam die Otterfinger Feuerwehr auf der Autobahn kaum durch. „Die Leute fahren vogelwild hin und her, das ist mühsam“, sagt Sottanelli. Dabei ist das System ganz einfach: Im Stau fahren Autos auf den beiden rechten Spuren rechts ran, auf der linken Spur nach links - so bildet sich die Rettungsgasse. (avh)

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