Filmreife Szenen in Germering: Bande will Geldautomat sprengen - Polizei ist schneller

Filmreife Szenen in Germering: Bande will Geldautomat sprengen - Polizei ist schneller
Fläche wäre vorhanden: Der neue Großparkplatz an der Industriestraße bringt gute Voraussetzungen für einen Wohnmobil-Stellplatz mit. Die Gemeinde will das Projekt jetzt vorantreiben. Foto: Andreas Leder

Roter Teppich für Wohnmobile

Holzkirchen - Wohnmobil-Touristen sind längst gern gesehene Gäste. Auch Holzkirchen will an diesem touristischen Kuchen naschen: Ein Teil des neuen Parkplatzes an der Industriestraße könnte als Wohnmobil-Stellplatz ausgewiesen werden.

Der Verkehrsausschuss des Gemeinderats legte sich in seiner Sitzung am Donnerstag zwar noch nicht auf einen Standort fest, beauftragte aber die Verwaltung, das Projekt voranzutreiben.

Der Erfolg der Wohnmobil-Plätze in Weilheim, Bad Tölz und vor allem in Bad Wiessee veranlassten Zweiten Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU), die Idee auch für Holzkirchen wieder ins Spiel zu bringen. Konkrete Informationen bezog er aus Bad Wiessee, wo es seit gut einem Jahr acht Wohnmobil-Stellplätze gibt.

Das Konzept sieht vor, den Reisenden gegen Gebühr einen entsprechend großen Wohnmobil-Stellplatz anzubieten. Wiessee verlangt zehn Euro pro Tag, maximal drei Tage sind möglich. „Länger bleiben die auch nicht“, sagt von Löwis, „das sind Durchgangs-Plätze.“ Gerade deswegen sei Holzkirchen ideal, nahe der Autobahn als Zwischenstopp einer Reise in den Süden. „Und die lassen richtig Geld im Ort“, hat von Löwis in Erfahrung gebracht. Touristiker gehen von 50 Euro pro Tag und Person aus. Besonders die Gastronomie profitiere davon; nicht selten hätten die Gäste sogar Radl an Bord. „Ich sehe hier eine Chance, Kaufkraft in die Gemeinde zu bekommen“, sagte der Zweite Bürgermeister.

Entscheidend ist für von Löwis die Nähe zum Ortszentrum. „So würde das sicher unsere Geschäftswelt beleben.“ Schautafeln direkt am Platz könnten auf die gastronomischen Angebote Holzkirchens hinweisen. „Das wäre eine Spitzenwerbung für Holzkirchen“, fand FWG-Sprecher Marcus Ernst. „Der Bedarf ist sicher da“, stellte Josef Sappl (CSU) fest. Ulrike Küster (Grüne) war überrascht, dass man dafür „gar nicht so viel Platz braucht“. (avh)

Auch interessant

Kommentare