Der Suchkreis für den Sendemast in Holzkirchen.

Sendemast sucht Standort

Holzkirchen - Polizei und Feuerwehr warten längst darauf: Ein Digitalfunknetz soll ihre Kommunikation erleichtern. Doch der Tetra-Technologie trauen manche Bürger nicht. Die Gemeinden sind zum Schauplatz dieses Konflikts geworden, da der Staat auf ihre Mithilfe bei der Suche nach Sende-Standorten setzt. Am kommenden Montag, 26. November, findet im Oberbräu-Festsaal eine Infoveranstaltung statt.

Funkwellen sind unsichtbar, was man von einem 50 Meter hohen Sendemasten nicht behaupten kann. Die Gemeinde hatte 2010 einen Standort auf einem alten Brunnen an der Baumgartenstraße angeboten, am Waldrand und abseits des Ortskerns; ein Vorvertrag wurde geschlossen. Der Mast ließ jedoch auf sich warten.

Anfang 2012 bekam eine breitere Öffentlichkeit Wind von dem Projekt, die BI gründete sich, bald waren 2000 Unterschriften gesammelt. Die Gemeinde sieht sich seitdem in einer Zwickmühle: Obwohl man nur den Standort des Digitalfunk-Senders in einem vorgegebenen Suchkreis mitbestimmen kann, sieht man sich hohen Erwartungen der BI gegenüber.

Die Hoffnungen ruhen auf der Info-Veranstaltung am Montag. Ziel ist, dort die Diskussion zu versachlichen, Standpunkte zu klären und Argumente auszutauschen.

Angesetzt ist der Info-Abend „Tetrafunk“ als Bürgerversammlung, zu der grundsätzlich nur Holzkirchner zugelassen sind. Beginn ist um 19 Uhr, gut 400 Plätze stehen zur Verfügung. Gegner und Befürworter erhalten jeweils 20 Minuten, um ihre Sicht der Dinge darzustellen. Danach stehen die acht Experten für Fragen aus der Bürgerschaft zur Verfügung. (avh)

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