Viele Gespräche mit besorgten Bürgern haben Peter Haberzettl und seine Kollegen von der Bürgerinitiative auf dem Miesbacher Wochenmarkt geführt. foto: thomas plettenberg

Digitaler Behördenfunk: Neue Bürgerinitiative erfreut sich vieler Sympathisanten

Miesbach - Die Bürgerinitiative (BI), die sich vor Kurzem gegründet hat, um die Einführung des digitalen Behördenfunks im Landkreis zu stoppen, sieht sich bestätigt.

Bei ihrem ersten Infostand vergangene Woche auf dem Miesbacher Wochenmarkt wurden über 350 Unterschriften gesammelt.

„Wir waren selbst überrascht, dass das Interesse der Bürger so groß ist“, berichtet BI-Sprecher Reinhard Lohmann. Wie den rund 30 Mitgliedern der BI gehe es vielen Besuchern des Infostands. „Grundsätzlich hat niemand etwas dagegen, wenn der Behördenfunk leistungsfähiger gemacht wird. Aber die Leute sind wie wir der Meinung: Erst untersuchen, dann entscheiden. Und nicht umgekehrt.“

Denn das Gesundheitsrisiko des Digitalfunknetzes für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Tetra-Technik sei ungeklärt, obwohl das Funknetz im Jahr 2013 in Betrieb gehen soll. Lohmann: „Man fragt sich schon, warum keine Versicherungsgesellschaft bereit ist, das Gesundheitsrisiko zu versichern.“

Nachdem die erste Resonanz bei der Bevölkerung positiv war, überlegt man bei der BI nun, wie es weitergehen soll. Deshalb ist das nächste Treffen öffentlich. Lohmann: „Auch wenn wir uns in Miesbach gegründet haben, sehen wir uns für den gesamten Landkreis zuständig.“

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative am Donnerstag, 17. März, ist öffentlich. Interessierte sind willkommen. Beginn ist um 20 Uhr im Waitzinger Keller in Miesbach. (ddy)

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