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Der Flying Fox und die Bergheiligen

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Auf dem Podium 
          diskutieren (v.l.) Hermann Magerer, Dirk Schwarzer, Martin Schwiersch, Abtprimas Notker Wolf und Alexander Huber. 
            Foto: Plettenberg
Auf dem Podium diskutieren (v.l.) Hermann Magerer, Dirk Schwarzer, Martin Schwiersch, Abtprimas Notker Wolf und Alexander Huber. Foto: Plettenberg

Tegernsee - Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Bergfilm-Festivals verteidigt Dirk Schweizer seine Idee vom Flying Fox.

Es sollte ums alpine Tohuwabohu gehen, und wo dabei der Sinn bleibt. Ein Thema, das interessierte. Im Ludwig-Thoma Saal saßen knapp 200 Besucher, um im Rahmen des Bergfilm-Festivals eine Podiumsdiskussion von Menschen zu erleben, die sich eigentlich nicht ganz einig sein dürften. Alexander Huber, Extrem-Kletterer, Philosoph Abtprimas Notker Wolf, Fernseh-Journalist Hermann Magerer (er war für den erkrankten Heiner Geißler eingesprungen) und Dirk Schwarzer. Letzterer stellte sich als Wildwasserfahrer und Managementtrainer mit eigenem Hochseilgarten vor. Keine Erwähnung fand seine Idee, auf dem Wendelstein einen Flying Fox zu errichten. Die mehr als drei Kilomter lange Seilrutsche soll die längste ihrer Art weltweit werden. Ein Projekt, das heftige Debatten entzündet.

Aber nicht auf jenem Podium. Moderator Martin Schwiersch erfragte tiefsinnig Philosophisches. Gut eineinhalb Stunden herrschte traute Harmonie.

"Das ist mir eine viel zu matte Sache hier", machte einer der Besucher seinem Ärger Luft. "Hier sitzen vier Bergheilige und einer, der sehr zurückhaltend ist", wetterte er. Dirk Schwarzer möge sich endlich äußern. Es gehe doch wohl nur um Kommerz.

„Ein gewisses Einkommen ist nötig“, gab Schwarzer zurück. Wer einen Beruf abseits des Alpenspektakels habe, könne leicht reden, ließ er durchblicken. Zudem handle es sich zunächst nur um eine Idee. Die werde von der Presse heiß gekocht, während keiner davon schreibe, dass er am Wendelstein auch einen Aussichtsweg ausbauen wolle. Der Wendelstein sei schon jetzt "zubetoniert bis obenhin". Letztlich gehe es darum, den Tourismus anzukurbeln.

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