Das Gericht schweigt

Schliersee - Gesperrter Gehweg: Die Positionen von Gemeinde und Grundeigentümern sind unverändert. Nach einem Erörterungstermin im August ist immer noch keine Entscheidung gefallen.

Die Positionen sind im wesentlichen unverändert konträr, und das Verwaltungsgericht schweigt. In die Auseinandersetzung um den Gehweg von der Schlierach zu Breitenbachstraße (wir berichteten) kommt einfach keine Bewegung. Ein Erörterungs-Termin des Gerichts mit den Grundeigentümern und der Gemeinde im August hat kein Ergebnis gebracht, woraufhin die Gemeinde Schliersee das Verwaltungsgericht zweimal anschrieb und ein Urteil einforderte. Eine Antwort blieb aus. Auf Anfrage unserer Zeitung teilt das Gericht mit, dass laut Aktenlage kein Urteil gesprochen werden kann, da es sich bei dem Termin im August mitnichten um eine Verhandlung gehandelt habe. Die Gemeinde hatte das offenbar anders verstanden.

Faktisch hat sich immerhin geändert, dass der so genannte Wiesenweg von der Schlierach Richtung Westen für Fußgänger frei ist. Ein Zustand, der so nicht unbedingt von Dauer sein muss, wie der Rechtsanwalt der Grundeigentümer erläutert. Denn die Grundeigentümer fordern, dass die Gemeinde mit einem Zaun verhindert, dass zum Beispiel Hunde auf die südlich angrenzende Wiese rennen und dort ihr Geschäft verrichten. Dem hält Gemeinde-Geschäftsführer Jörn Alkofer entgegen, dass es diesen Zaun gegeben habe, die ihn die Besitzer der Wiese selbst entfernt hätten.

Ob dieser Weg öffentlich gewidmet ist, darüber herrschen nach wie vor unterschiedliche Auffassungen - und solange kein Urteil fällt, isteine Ende der Auseinandersetzung auch nicht in Sicht.

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