10 000 Bio-Artikel auf 875 Quadratmetern: Im ehemaligen Edeka-Neukauf an der Wagnerbreite zieht ein ambitioniertes Bio-Projekt zweier junger Unternehmer ein. Foto: leder

Großer Biomarkt kommt doch noch

Holzkirchen - Kaum hat das HEP eröffnet, kündigt sich im Holzkirchner Einzelhandel der nächste prominente Zuzug an: In den ehemaligen Edeka an der Wagnerbreite zieht ein großer Biofachmarkt ein.

„Wir werden der größte Biomarkt im Alpenvorland sein“, sagen die beiden Geschäftsführer Thomas Schrodt und Markus Lehmann-Schmidt. Auf einer Verkaufsfläche von 875 Quadratmetern wollen sie als Vollsortimenter etwa 10 000 Produkte anbieten. Anfang Oktober soll es losgehen.

Der Standort an der Wagnerbreite, ohne Zufahrt von der Miesbacher Straße, war freilich nicht der Favorit der beiden Unternehmer. Sie hätten ihr Projekt lieber in einem Neubau an der Nordumgehung (Heignkamer Straße) neben dem McDonald’s realisiert. „Dort hätten wir etwas Eigenes gehabt und vor allem - mehr Platz“, sagt Lehmann-Schmidt. Auf rund 200 Quadratmeter habe man verzichten müssen. Deswegen werde wohl auch weniger Platz für die Produkte von Biobauern der Region sein.

Außer der Möglichkeit zur Direktvermarktung sah das ursprüngliche Konzept vor, den Biomarkt nicht nur zum größten der Region zu machen, sondern eine „Wohlfühloase“ zu schaffen, mit Ruhe-Inseln und integriertem Bachlauf. „Das wäre wirklich einzigartig geworden“, sagt Schrodt. An der Wagnerbreite funktioniere das nicht.

Den Standort neben dem McDonald’s hatte der Gemeinderat - in denkbar knapper Entscheidung - im Mai abgelehnt (wir berichteten). Alle Gemeinderäte wollten zwar den Biomarkt, aber nicht alle wollten ihn so weit vom Ortskern entfernt zulassen. „Wir hatten mit Holzkirchen abgeschlossen“, sagt Schrodt. Zuhauf habe es „tolle Angebote“ anderer Gemeinden gegeben, etwa aus Otterfing, Miesbach und Ottobrunn. Völlig überraschend seien beide aber in den Bioläden, in denen sie noch arbeiten (Sauerlach und Raubling), von Holzkirchner Kunden gedrängt worden, trotzdem in die Marktgemeinde zu kommen. „Unsere Kunden haben uns überzeugt“, sagt Lehmann-Schmidt, „so war’s und nicht anders.“ (avh)

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