Warten auf eine neue Chance: Für den gemütlichen Berggasthof Huberspitz sucht die Gemeinde Hausham einen Wirt. Die Gaststätte hat etwa 100 Sitzplätze, der Beherbergungsbetrieb umfasst sechs Doppelzimmer. foto: thomas plettenberg

Huberspitzalm: Gemeinde für neue Konzepte offen

Hausham - Die Huberspitzalm wartet auf einen neuen Pächter. Derzeit läuft die Ausschreibung.

Der Abschied hat einigen Wirbel ausgelöst. Im August hatte Pächter Walter Burger den Vertrag mit der Gemeinde gekündigt. Seit 1. November steht der Berggasthof Huberspitz ohne Wirt da. Auslöser für den Ausstieg aus dem Pachtverhältnis war laut Burger der Gemeinderatsbeschluss zur Durchfahrtssperre.

Die Wirtsleute sahen dadurch ihre wirtschaftlichen Chancen zu stark eingeschränkt. „Ohne Autos bekommen wir nicht genug Gäste rauf“, hatte Burger damals erklärt.

Bei der Gemeinde kann man diese Argumentation nicht nachvollziehen, denn die Zahlen weisen einen guten Zulauf aus, wie der Geschäftsführende Beamte Rudi Randler erklärt. Auch die Beschränkung der Durchfahrt sei kein Handicap - im Gegenteil: „Für seine Entscheidung hat der Gemeinderat deutlich mehr positive als negative Rückmeldungen bekommen. Die Leute begrüßen es, dass weniger Autos zur Huberspitz fahren.“

Um die Huberspitzalm wieder in Schwung zu bringen, muss einiges getan werden - das weiß auch in der Verwaltung: Burger hat viel in Küche und Schankanlage investiert und nun mit Beendigung des Pachtverhältnisses seine Einbauten wieder mitgenommen. Den Verantwortlichen im Rathaus ist daher klar, dass in den Berggasthof mit seinen rund hundert Sitzplätzen investiert werden muss. Dies soll laut Randler aber erst in Absprache mit dem neuen Pächter geschehen. Die Gemeinde ist dabei auch für neue Konzepte offen. „Man muss sich anschauen, welche Vorstellungen der neue Wirt hat“, sagt Randler. „Wir werden den Neustart nach besten Kräften unterstützen.“ (ddy)

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