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Immer mehr Kinder benötigen Hilfe

Landkreis - Der Pfeil zeigt weiter nach oben. Mit rund 4,9 Millionen Euro Ausgaben plant das Jugendamt des Landkreises fürs kommende Jahr.

Um rund 400 000 Euro steigen die Kosten voraussichtlich im kommenden Jahr. Der Grund: Immer mehr Kinder und Familien müssen teils kostenintensiv von Pädagogen betreut werden. Und glaubt man den Worten von Robert Wein, ist ein Ende nicht in Sicht. „Die Fallzahlen steigen seit Jahren“, berichtete der Jugendamtsleiter jetzt im Jugendhilfeausschuss.

Geradezu sprunghaft entwickeln sich die sozialpädagogische Familienhilfe - also die Betreuung ganzer Familien durch eine Fachkraft - und der stationäre Aufenthalt von Kindern. „Bis Juni dieses Jahres mussten wir schon 61 Kinder in einem Heim unterbringen, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 64“, nannte Wein konkrete Zahlen. Auf etwa gleichem Niveau bewegt sich die Zahl der Kinder, die das Jugendamt in Pflegefamilien gibt. 68 Fälle verzeichnete Wein 2011, bis Mitte dieses Jahres waren es bereits 64 Kinder und Jugendliche.

Zahlen, die sich auch im Haushalt niederschlagen. So wird der Landkreis 2013 wohl rund 1,4 Millionen Euro für die Heimunterbringung ausgeben müssen, dazu weitere 370 000 Euro für Pflegefamilien.

Weitere große Posten im Etat sind die Hilfen für junge Erwachsene, die beispielsweise wegen einer psychischen Erkrankung auch nach dem Erreichen der Volljährigkeit Unterstützung benötigen (345 000 Euro). Dazu kommen die Ausgaben für heilpädagogische Tagesstätten mit rund 440 000 Euro, die Kindertagesbetreuung mit rund 520 000 Euro und die Kosten für Inobhutnahmen, wenn also Kinder ihren Eltern weggenommen werden müssen. Die Ausgaben werden von jetzt 112 000 auf rund 200 000 Euro klettern. „Mittlerweile haben wir hier bis zu 40 Fälle im Jahr“, berichtete Wein. „Die Kosten laufen für Bereitschaftspflegefamilien auf, die das Kind mitbetreuen, bis die Krise geklärt ist.“

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