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In der Wandelhalle begrüßte Peter Höß (3.v.r.) unter anderem den CSU-Landtagsabgeordneten Alexander Radwan (v.l.), Hans Jansens van Gellichus, Allard Everts, Jakob Kreidl und Georg Overs. Fotos: Plettenberg

100 Jahre Jodschwefelbad: Bad Wiessee feiert drei Tage lang

Bad Wiessee - Den Geburtstag ihres Jodschwefelsbads haben die Wiesseer drei Tage lang mit einem glanzvollen Fest gefeiert. Was die Zukunft angeht, machte Bürgermeister Höß neue Hoffnung.

Eine Renaissance, das wünscht sich Landrat Jakob Kreidl fürs Wiesseer Jodbad. Das heilsame Wasser hat den Ort einst zum Weltbad mit Herz gemacht. Zum 100. Geburtstag strahlte das historische Gemäuer im festlichen Glanz. Drei Tage lang tummelten sich die Gäste auf der Terrasse der Wandelhalle wie in alten Zeiten. Auf dem gepflegten Grün parkten - zumindest am Samstag - noble Karossen aus der Vorkriegszeit. Junge Trachtler tanzten auf der Bühne. Und überall Musik: an den Abenden in der Wandelhalle, zum Frühschoppen auf der Terrasse. Der Glanz dieses Festes, so Kreidl, möge noch lange nachwirken.

Es gibt Hoffnung, dass die Zeit der Tristesse vorbei ist und das wohltuende Wasser den Gesundheitstouristen lockt wie einst den Kurgast. Der Erfolg der kleinen, schnellen Bad-Sanierung zum 100. Geburtstag hat Mut gemacht. Für die Wiederbelebung des Weltbads braucht es allerdings einen Investor, der auf dem riesigen Areal neue Ideen realisiert. Auf ihn wartet die Gemeinde schon lange.

"Es gibt positive Signale", verkündete Bürgermeister Peter Höß in der voll besetzten Wandelhalle. Dankbar schaue die Gemeinde auf 100 Jahre Jodbad. Jetzt gelte es, in einer Zeit des Wandels die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gewandelt hat sich das Verhältnis zu den holländischen Eigentümern des Bads. Eine vielköpfige Abordnung der Familie von Quellen-Entdecker Adrian Stoop war zum Fest gekommen.

Hans Jansens van Gellichus, Vorsitzender der Erbengemeinschaft, überreichte Höß zum Bad-Jubiläum ein liebevoll gestaltetes Fotobuch. Ewig möge das Heilwasser in Wiessee sprudeln, wünschte Jansens van Gellichus. Stoops Erben fühlen sich Bad Wiessee sehr verbunden. Auch wenn es das Haus Jungbrunnen, den alten Familiensitz, nicht mehr gibt. Sogar die 92-jährige Stoop-Enkelin Elisabeth war zum Fest gekommen. "Wir bleiben Teil-Wiesseer", lächelte Allard Everts, einer der drei Vertreter der rund 100 Stoop-Erben. Selbst betreiben, das hat Everts längst klar gemacht, wird die Familie das Jodbad nie mehr. Seit Jahren wird es von der Gemeinde am Leben erhalten. "Aber wir sind auf dem Weg, eine Lösung zu finden", versichert Everts.

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