Walter Ernsting erfand in Irschenberg die Romanfigur Perry Rhodan.

50 Jahre Perry Rhodan: Von Irschenberg zu den Sternen

Irschenberg - Bei Irschenberg denkt man vielleicht an die Autobahn, aber sicher nicht an Raumfahrt. Dabei startete hier Perry Rhodan, eine der erfolgreichsten Romanheftreihen Deutschlands.

Vor 50 Jahren schickte Autor Walter Ernsting - besser bekannt unter seinem Pseudonym Clark Darlton - seinen Science-Fiction-Helden Perry Rhodan von Irschenberg aus ins All. Ernsting, der 2005 im Alter von 84 Jahren in Salzburg starb, hatte sich 1957 in Irschenberg mit seiner ersten Frau eingemietet. Im Januar 1961 dann der gemeinsame Durchbruch mit Karl-Herbert Scheer: Beide erhielten den Auftrag, eine Science-Fiction-Serie als Romanheftreihe zu konzipieren. 30 bis 50 Bände waren zunächst geplant.

In Irschenberg wurde eifrig getüftelt und überlegt - im Sandkasten entstanden sogar Mondlandschaften, um die Geschichten entwickeln zu können. Nächtelang schrieb Ernsting auf der Schreibmaschine mit seinem Zwei-Finger-System.

Sein Pseudonym hatte Ernsting bereits aus früheren Zeiten: Weil sein Verleger keine deutschen Autoren zuließ, schickte Ernsting 1955 seinen ersten Roman „UFO am Nachthimmel“ als angebliche Übersetzung unter dem Pseudonym Clark Darlton ein. Seine ist noch heute Kult in der Perry-Rhodan-Fan-Gemeinde. Mittlerweile sind mehr als 2600 Hefte erschienen, mehr als eine Milliarde Exemplare verkauft. (dd)

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