Jakob Kreidl: Entscheidung des Ministerpräsidenten wohl oder übel hinzunehmen

Miesbach - Der Landtagsabgeordnete Jakob Kreidl (CSU) wird nicht dem neuen Kabinett von Ministerpräsident Beckstein angehören. Das hat er am Montag erfahren. Kreidl zeigte sich enttäuscht.

"Nachdem ich mir immer bewusst war, dass bei einer Kabinetts-Bildung nicht mehr ausschließlich Sachverstand und Kompetenz die entscheidende Rolle spielen, habe ich auch mit einer Nicht-Berücksichtigung rechnen müssen", sagte Jakob Kreidl in einem aktuellen Interview mit dem Miesbacher Merkur.

Er war am Montagvormittag von Ministerpräsident Günther Beckstein zu einem Gespräch in die Staatskanzlei gebeten worden und hatte dabei erfahren, dass er keinen Platz im Kabinett bekommt.

 Kreidl galt als aussichtsreicher Bewerber für den Posten des Innenministers - bis dieser vom bisherigen Fraktions-Vorsitzenden Joachim Herrmann beansprucht worden war. Der Fischbachauer Abgeordnete räumte ein: "Eine gewisse Enttäuschung ist gegeben." Die Entscheidung von Beckstein "habe ich wohl oder übel hinzunehmen".

Damit wäre für Jakob Kreidl der Weg frei für eine Landrats-Kandidatur bei der Kommunalwahl im März 2008. "Das ist eine denkbare Möglichkeit, die ich in nächster Zeit mit den Freunden im Kreisvorstand erörtern werde", sagte Kreidl.

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