Karl Bär will für die Grünen in den Bundestag

Karl Bär will Aigner Paroli bieten

Miesbach - 23-jähriger Fellacher tritt für Bündnis 90/Die Grünen als Direktkandidat an

Der Direktkandidat der Grünen des Wahlkreises 224 für die Bundestagswahl 2009 heißt Karl Bär. In der Aufstellungsversammlung von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstagabend im Gasthof Geiger in Geretsried konnte sich Bär (23) im zweiten Wahlgang denkbar knapp mit 18:17 Stimmen gegen den Tutzinger Bernd Pfister (40) durchsetzen.

Karl Bär stammt aus Holzkirchen-Fellach, studiert in Berlin Islamwissenschaft, Landwirtschaft, Soziologie und Politik studiert. Seit fünf Jahren gehört er den Grünen an. Er war Sprecher der Grünen Jugend Holzkirchen, leitete zahlreiche Arbeitsgruppen und saß von 2006 bis 2007 als Beisitzer im Bundesvorstand. Heute pendelt er regelmäßig zwischen seinem Heimatort und Berlin.

„Ich habe mich relativ spontan entschieden zu kandidieren, nachdem Ilse Aigner als Landwirtschaftsministerin nach Berlin gegangen ist“, erklärte Bär in seiner Bewerbungsrede, bei der er forsch seine Vorstellungen zu Themen wie Atomkraft, Grundeinkommen und Agrarpolitik („100 Prozent Bio-Landwirtschaft muss das langfristige Ziel sein“) formulierte.

„Jede Stimme weniger für eine Landwirtschaftsministerin, die ihre Meinung zur Gentechnik bei der Industrie abschreibt, ist ein Erfolg für uns“, sagte Bär. Aigner scheint er sich als Lieblingsgegnerin im Wahlkampf ausgeguckt zu haben.

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