Orthopädische Klinik will erweitern

Tegernsee - Um den Ansprüchen an eineReha-Einrichtung gerecht zu werden, muss die Orthopädische Klinik Tegernsee erweitern und modernisieren. Dies soll am jetzigen Standort geschehen.

Gebraucht werden neue Therapieräume, mehr Platz im Speisesaal und ein großes Bewegungsbad. "Im Winter können wir unsere Patienten nicht in den See schicken", sagt der Medizinische Direktor Dr. Markus Zimmer. Zudem müssen etliche Barrieren fallen: Nachdem die Klinik früher Herz-Kreislauf-Patienten betreute, sind nicht alle Zimmer für Rollstuhlfahrer geeignet. An der jetzigen Bettenzahl von 166 soll sich mit dem Erweiterungsbau nichts ändern. Geschäftsführer Rainer Egenberger spricht von einer baulichen Strukturanpassung. Will heißen: Die Räume werden so umgestaltet, wie es die jetzige medizinsche Ausrichtung als orthopädische Klinik erfordert. Das größere Schwimmbad, die Barrierefreiheit und Raum für weitere Therapieangebote gehören dazu.

Das Problem: Die Klinik hat kaum Platz, sich am jetzigen Standort gleich neben der Point auszudehnen. An einen Umzug hat die Deutsche Rentenversicherung als Träger der Reha-Klinik durchaus gedacht. Nicht nur wegen des raren Raumangebots. Es hätte auch Vorteile, einen Neubau zu beziehen. Schließlich kann der Klinikbetrieb in der Umbauphase nur eingeschränkt weitergehen. Ins Auge gefasst wurden unter anderem das Krankenhaus-Grundstück in Tegernsee und eine Umsiedlung nach Bad Wiessee.

Um zu prüfen, ob am bestehenden Standort eine Erweiterung überhaupt möglich ist, hat der Klinikträger eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Ergebnis: Wenn die Stadt Tegernsee den geltenden Bebauungsplan ändert, reicht die Grundstücksfläche. Vorgesehen ist ein Erweiterungsbau nahe am Seeufer. Zudem soll auf der Fläche der jetzigen Tiefgarage neue Therapieräume eingerichtet werden. Eine neue Tiefgarage könnte an der Point entstehen. Der Stadtrat, so Bürgermeister Peter Janssen, habe in nicht öffentlicher Sitzung die entsprechende Anfrage der Klinik positiv beschieden. Zu ändern wären damit sowohl der Bebauungsplan für das Areal Seeheim als auch der für die Point. „Ein Zugeständnis“, macht Janssen deutlich. Der Stadt liegt viel daran, die Klinik am Ort zu halten. Die Reha-Patienten sind auch als Gäste wichtig. Etwa ein Drittel der Übernachtungszahlen, so Janssen, resultiere aus dem Klinikbetrieb.

Die Point, versichert der Bürgermeister, werde durch den Bau der Tiefgarage in ihrer Nutzbarkeit als Sportanlage nicht beeinträchtig. "Da schaut kaum was raus."

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