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Park statt Parkplatz

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Der Vorplatz
           am Haus des Gastes wird komplett neu gestaltet. 
            foto: plettenberg
Der Vorplatz am Haus des Gastes wird komplett neu gestaltet. foto: plettenberg

Tegernsee - Alles für die Gäste: Der Vorplatz am Haus des Gastes unterzieht sich einer Schönheitskur. Die Stadt Tegernsee investiert dafür 250 000 Euro.

Seit mehreren Jahren schon steht der Umbau des Vorplatzes auf der Projektliste der Stadt ganz oben. Zahlreiche Vorschläge wurden erarbeitet, zuletzt von einem renommierten Berliner Architekten. Jetzt hat sich der Stadtrat endgültig zu einer Lösung durchgerungen: Der Vorgarten bekommt einen kreisrunden Platz mit einem Quellstein als zentrales Element, vier Zugänge, alle mit Granit gepflastert, führen auf ihn zu. Über der Eingangtür zum Haus des Gastes wird ein großzügiges, zwei Meter tiefes Vordach aus Glas angebracht. Die Parkplätze gegenüber dem Ärztehaus werden bis auf zwei Behinderten-Stellplätze komplett aufgelöst. Sämtliche Parkplätze befinden sich künftig nur noch neben dem Haus. Zwei Parkplätze fallen durch die Umbaumaßnahmen weg, zwölf Plätze stehen nur mehr zur Verfügung. Der Dritten Bürgermeisterin Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) war wichtig, dass die Parkplätze für die Besucher und nicht für die Angestellten der neu strukturierten Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) zur Verfügung stehen. Die Stadt will nun mit einem eigenen Mietvertrag mit der TTT das Problem in den Griff bekommen. Einzig Christine Laprell (CSU) konnte sich mit den Plänen nicht anfreunden: „Der Umbau stellt nur eine kosmetische Korrektur dar und bringt nichts.“ Wegen des Verlustes an Parkplätzen werde sich die Situation sogar verschlechtern, warnte Laprell, die im Ärztehaus eine Praxis betreibt. Sie wünschte sich außerdem eine Busbucht auf der Bundesstraße und den Rückbau der Verkehrsinsel. Heino von Hammerstein (Bürgerliste) hielt nichts vom Rückbau der im Zuge der Ortsverschönerung neu angelegten Verkehrsinsel. Er wies auch darauf hin, dass das Haus des Gastes eine einheitliche Beschriftung brauche. Bis auf Laprell waren alle Stadträte mit den Umbauplänen einverstanden. Lieber eine grüne Pufferzone als Parkplätze, so die Mehrheits-Meinung. „Ein niveauvoller Empfang für die Gäste“, urteilte Toni Lengmüller (FWG). Von einer „Aufwertung des Platzes“ sprach Fraktionskollege Peter Hollerauer. Er regte zudem an, die Parkplätze nach Feierabend öffentlich zu machen. 250 000 Euro sind im Haushalt für den Umbau bereits eingeplant. Die Stadt rechnet mit 80 000 Euro Staats-Zuschuss.

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