Eingeschränkter Betrieb: Im Haushamer Werk der Peißenberger Kraftwerksgesellschaft sind nur noch drei von vier Turbinen in Betrieb. foto: plettenberg

Auf Spurensuche nach Ölunfall

Hausham - Ein Gutachter soll heute die Ursache für den Getriebeschaden im Haushamer Kraftwerk feststellen

Die Ursache für den Getriebeausfall im Haushamer Gasturbinen-Werk steht nach wie vor nicht fest. Auch über die Höhe des Schadens kann die betreibende Peißenberger Kraftwerksgesellschaft noch keine Angaben machen. „Heute steht zunächst ein Termin mit dem Gutachter an“, erklärt Geschäftsführer Werner Dehmel auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Bei dem Schadensfall in Hausham waren am Dienstag 4000 Liter Öl ausgelaufen. Die Feuerwehren aus Hausham und Agatharied wurden von einem Angestellten des Kraftwerks um 3 Uhr alarmiert, nachdem dieser das Unglück bemerkt hatte. Das Öl verteilte sich aber lediglich im Turbinenraum des an der Brentenstraße gelegenen Gebäudes. Eine Gefahr für die Umwelt habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, wie Haushams Feuerwehr-Kommandant Bernhard Härter am Mittwoch bekräftigte. 65 Säcke Bindemittel verbrauchten die Floriansjünger.

Die Anlage in Hausham besteht aus vier Gasturbinen, die jeweils 25 Megawatt Leistung produzieren. Benötigt wird der Strom bayernweit zur Abdeckung des Bedarfs in Spitzenzeiten. Wenn etwa ein Windrad während einer Flaute nicht arbeite, müsse dieses Defizit gedeckt werden, erklärt Dehmel.

Über das so genannte Lastmanagement schalten sich automatisch und je nach Anforderung an den Strombedarf eine bis vier Turbinen ein. Feuerwehr-Kommandant Härter vermutete, dass es eben bei diesem Einschalten „das Getriebe der Turbine zerlegt hat“.

Mutmaßungen zur Ursache will Geschäftsführer Dehmel indes nicht anstellen. „Wenn eine Turbine ausfällt, kann man eine Analyse machen, nicht aber beim Getriebe.“ „Absolut ausschließen“ kann er aber, dass irgendwer in Bayern demnächst im Dunkeln sitzt. „Die Stromversorgung ist durch Reserven gewährleistet.“ Und außerdem seien drei Turbinen ja noch einsatzfähig. „Das sind immerhin 75 Megawatt.“

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion