Zweite Chance für den Biomarkt?

Holzkirchen - Die knappe Ablehnung des großen Biomarkts durch den Gemeinderat hat Bürgermeister Josef Höß geärgert. Er will jetzt nach Wegen suchen, das Projekt doch noch im Ort zu realisieren.

Gibt es eine zweite Chance für den großen Biomarkt an der Nordspange (nahe McDonald’s)? Denkbar knapp war das Projekt jüngst im Gemeinderat gescheitert. Bürgermeister Josef Höß (CSU), ein Befürworter des Vorhabens, hatte in der Sitzung gefehlt - und konnte so seine entscheidende Stimme nicht zum Tragen bringen. Die Abstimmung endete mit Stimmengleichheit, was die Ablehnung zur Folge hatte. „Das ärgert mich für die Sache sehr“, sagt Höß. Mehr noch habe ihm weh getan, dass „man mich in dieser Sitzung ins offene Messer laufen ließ.“ Er will prüfen, ob das Biomarkt-Projekt nicht doch in Holzkirchen möglich ist.

Schon vor Monaten waren Thomas Schrodt und Markus Lehmann-Schmidt mit ihrer Idee, an der Nordspange einen großen „Wohlfühl“-Biomarkt zu betreiben, im Rathaus vorstellig geworden. Höß habe die Fraktionssprecher sofort informiert. „Und ich habe das Signal bekommen, dass man sich das an diesem Standort vorstellen könnte.“ Nur deswegen habe er das Projekt weiterverfolgt.

Noch am Tag der Sitzung war Höß der Überzeugung, dass es auch außerhalb der CSU-Fraktion Befürworter dieses Biomarkt-Standorts gibt. „Aber dann hat man mich in Abwesenheit auflaufen lassen.“ Man dürfe seine Meinung natürlich vor der Abstimmung ändern, sagt Höß. „Aber fair wäre gewesen, mir das vorher auch zu sagen. Von mir erwarten die Gemeinderäte ja auch Transparenz.“ Stattdessen sei er „aufs Kreuz gelegt worden“.

Höß will jetzt noch einmal das Gespräch mit den Unternehmern suchen. „Die haben sich in gutem Glauben reingehängt und Vorgespräche geführt - und dann das.“ Der Bürgermeister ist überzeugt, dass ein Biomarkt an der Nordspange - möglicherweise gar neben dem Grünen Zentrum - gut aufgehoben wäre. „Da ist Platz, das ist optimal erreichbar.“ (avh)

Auch interessant

Kommentare