Er boxt sich durch: In Unterhaching und bayernweit zählt Michael Zetterer im Nachwuchs zu den besten Torwarten. Bald könnte für den 15-Jährigen aus Valley auch die Nationalmannschaft ein Thema werden. Foto: kn

Drei magische Buchstaben: D F B

Valley – Nationalmannschaft – ein großes Wort für einen Fußballer. Auch wenn er erst 15 Jahre alt ist. Für Michael Zetterer aus Valley könnte der Traum vom Adler auf der Brust bald wahr werden.

Dem Nachwuchs-Torwart der Spielvereinigung Unterhaching winkt eine Einladung zu einem Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft. „Das würde mich natürlich freuen“, sagt Zetterer.

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft mit der Bayerischen Auswahl durfte der 15-Jährige jetzt schon einmal eine Einheit mit den Torwarttrainern des Deutschen Fußball-Bundes absolvieren. „Das war ein ganz anderes Niveau, die Übungen waren wahnsinnig anstrengend. Springen, aufstehen, schnell wieder auf den Beinen stehen“, hat Zetterer festgestellt. „Dazu haben wir viel Fangtechnik trainiert.“ Das Feedback auf seine Leistung war aber gut, und so ist es möglich, dass bald eine E-Mail des DFB mit einer Einladung kommt.

Mit seinen 15 Jahren ist Zetterer schon einen Schritt weiter als gleichaltrige Fußballer: Er steht bereits bei der U17 der Spielvereinigung Unterhaching im Tor. Die Mannschaft spielt in der Bayernliga und will in die Bundesliga aufsteigen. Der Saisonstart war gut, zwei 1:0-Siegen gegen den TSV 1860 Rosenheim und die SpVgg Greuther Fürth II folgte ein 2:1 gegen den TSV 1860 München II. Drei Siege aus den ersten drei Spielen – Unterhaching liegt auf Kurs.

Und der Valleyer darf sich freuen, dass er erst ein Gegentor kassiert hat. Wenn er gefordert war, hielt er, was zu halten war. „Er hat im vergangenen Jahr eine brutale Entwicklung durchgemacht“, sagt sein Vater Thomas Zetterer, Trainer der DJK Darching. „Wenn ich mir die Fotos von der vergangenen Saison anschaue, dann denke ich mir: ,Da steht ja ein Bubi im Tor‘.“ Mittlerweile hat sich der 15-Jährige körperlich und technisch aber so weit entwickelt, dass er bald auch einmal ein Torwart-Training in Darching leiten wird.

Der Aufstieg mit Unterhaching wäre für Michael Zetterer der nächste Schritt auf der Karriere-Leiter. Und er hätte einen angenehmen Nebeneffekt: Der Valleyer müsste nicht zu einem weiter entfernten Bundesliga-Verein wechseln, um auf sich aufmerksam zu machen. „Am liebsten würde ich natürlich in Unterhaching bleiben“, sagt Zetterer. „Das ist nah, und ich kenne das Umfeld.“ Dazu kann der 15-Jährige Fußball und Schule optimal unter einen Hut bringen. Momentan besucht er die achte Klasse der Realschule Miesbach. „Das klappt extrem gut“, meint der Vater. „Wenn Michael kurzfristig mal fehlt, ist das kein Problem.“

Der nächste Lehrgang ist schon in Planung, als Belohnung für die Leistungen wird Michael Zetterer im Herbst mit der Bayerischen Auswahl wohl nach Mosambik fliegen. Und dann heißt es warten – auf das Schreiben mit den magischen drei Buchstaben D F B im Briefkopf. christoph fetzer

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