Kaum noch eine S-Bahn fährt in München - Das sind die Ausweichmöglichkeiten

Kaum noch eine S-Bahn fährt in München - Das sind die Ausweichmöglichkeiten
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450 Kilo wiegt allein der Akku des schnellsten Elektroautos der Welt. Da bleibt im Kofferraum des Tesla wenig Platz. Zum Einkaufen fährt Besitzer Reiner Mauch daher lieber mit seinem Saab.

Ein Elektrofahrzeug der Superlative

Irschenberg - Elf Elektrofahrzeuge, die schneller als 45 Stundenkilometer fahren, sind im Landkreis Miesbach zugelassen. Auf der kurzen Liste taucht auch eine Besonderheit auf: das schnellste Elektroauto der Welt.

Eine runde weiße Plakette mit einer großen Null klebt auf der Windschutzscheibe. Die Zahl bedeutet null Emissionen. Darunter stehen der Hinweis „Frei von allen Umweltzonen“ und das Kennzeichen. Diese etwas andere Umweltplakette gehört zum Tesla Roadster von Reiner Mauch - ein Gag des Herstellers. Das weiße Cabrio ist kein gewöhnlicher Zweisitzer: Der Sportwagen ist das schnellste Elektroauto der Welt - mit 300 PS.

Ein Elektrofahrzeug der Superlative

Für den Sportwagen des amerikanischen Herstellers Tesla Motors hat der 44-Jährige aus Irschenberg im Sommer vergangenen Jahres 130 000 Euro bei der Münchner Niederlassung bezahlt. Die Auflage des Roadster ist auf 2500 Autos limitiert, 80 gibt es bundesweit. „Das ist das erste Elektroauto, das in größeren Stückzahlen funktioniert“, schwärmt der Unternehmer. Und zwar im Sommer wie im Winter, mit allen Extras wie ABS, Antischlupfregelung und Klimaanlage. „Tesla ist der Vorreiter für die Elektromobilität“, weiß Mauch. Und der Roadster ein Fahrzeug der Superlative: die stärkste Leistung, die größte Reichweite, eines der ersten serienmäßigen Elektroautos.

Die Stärken zeigen sich, wenn Mauch den Schlüssel umdreht. Man hört keinerlei Motorenlärm, nur ein leises Summen. Seine enorme Kraft packt der fast geräuschlose Motor beim Gasgeben aus: In 3,7 Sekunden rast die Tachonadel von Null auf Hundert. Eine Wucht, bei der es Fahrer und Beifahrer in den Sitz drückt. Durch das höhere Drehmoment, das sofort abgerufen wird, beschleunigt der Elektromotor wesentlich besser als ein Verbrennungsmotor. Trotz gewaltiger 300 PS riegelt das Auto bei Tempo 200 ab. Antrieb, Steuerung und Akku des Tesla befinden sich im Heck. 450 Kilo wiegt allein die wiederaufladbare Batterie - fast ein Drittel des 1250 Kilogramm schweren Autos.

In seinem Tesla wird der Irschenberger zum Botschafter für Elektromobilität. „Ich möchte die technische Innovation erleben und unterstützen“, sagt der 44-Jährige. Den umweltfreundlichen Wagen sieht er als Investition in die Zukunft, im Hinblick auf Ölknappheit und Abgase wie CO2-Ausstoß. Mauch will zeigen, dass individuelle Mobilität auch vernünftig möglich ist.

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