Legt Wert auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen: Martina Hiebl, Geschäftsführerin des MediFit in Holzkirchen.
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Legt Wert auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen: Martina Hiebl, Geschäftsführerin des MediFit in Holzkirchen.

Endlich wieder schwitzen

Fitnessstudios: Seit Wochenende Öffnung möglich – die meisten legen Dienstag los

  • Bettina Stuhlweißenburg
    vonBettina Stuhlweißenburg
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Muskeln stählen, Gesundheit stärken: Seit dem Wochenende dürfen die Fitnessstudios wieder öffnen. So lief der Start.

Landkreis – Muskeln stählen, Gesundheit stärken: Seit dem Wochenende dürfen die Fitnessstudios wieder öffnen. Das frisch renovierte Clever fit im Miesbacher Sportpark legte am Sonntag wieder los – andere Betreiber haben sich dazu entschieden, erst am Dienstag aufzusperren.

Zum Beispiel das MediFit im Holzkirchner Atrium. „Wir wollten eine entspannte und koordinierte Öffnung“, sagt Geschäftsführerin Martina Hiebl. Um auf der sicheren Seite zu sein, hatte Hiebl zuerst Rücksprache mit dem Gesundheitsamt gehalten. „Wir wollten wissen, welcher Öffnungstermin realistisch ist.“ Wenn ab Dienstag nun wieder geöffnet ist, müssen sich die Mitglieder vorab unter anderem online oder telefonisch ein Zeitfenster für das Training reservieren. Nur 20 Trainierende dürfen sich gleichzeitig im 700 Quadratmeter großen Studio aufhalten. „Der Hygieneplan hätte zwar mehr Personen erlaubt, aber es ist uns wichtig, dass sich unsere Mitglieder sicher fühlen.“ Außerdem gebe es so noch einen Puffer für spontane Gäste, die auf dem Heimweg von der Arbeit kurzfristig anfragen.

Fitnessstudios: Seit Wochenende Öffnung möglich – die meisten legen Dienstag los

Alle anderen Hygiene-Maßnahmen – wie Trennwände zwischen den Kardiogeräten, Raumlüftungsanlage, die Viren filtert und Desinfektionsmittelspender – seien schon im Vorfeld getroffen worden. Mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter seien als Angehörige der Prioritätsgruppe zwei bereits zweifach geimpft.

Hiebl ist zuversichtlich, dass die Inzidenz den Sommer über niedrig bleibt und ein regulärer Trainingsbetrieb möglich ist. „Beim Herbst bin ich aber skeptisch. Ich hoffe sehr, dass sich die Regierung so gut aufstellt, dass nicht wieder eine Welle kommt.“

Etwa 80 Prozent der MediFit-Mitglieder haben dem Studio in der Pandemie die Treue gehalten. Ihre Beiträge wurden auf ein Guthaben-Konto gebucht. 15 Prozent der Verträge seien beitragsfrei gestellt, fünf Prozent wurden gekündigt.

Dagegen hat das Medius mit seinen Filialen in Schliersee und Tegernsee seit November gar keine Mitgliedsbeiträge mehr eingezogen. Stattdessen hat das Studio seinen Kunden eine Online-Mitgliedschaft angeboten. „Das wurde ganz gut angenommen, ist aber keine langfristige Lösung“, sagt Geschäftsführer Sebastian Ranfft. Der studierte Sportwissenschaftler kann sich über die am Dienstag anstehende Öffnung nicht recht freuen. „Der Lockdown hat enorm an meinen Kräften gezehrt. Ein Arbeitsverbot für so lange Zeit zu bekommen, das hat mein Vertrauen in die Regierung zerstört.“ Ranfft hofft, dass die Erlaubnis zum Öffnen bald nicht mehr an die Inzidenz gekoppelt ist. „Dieses On-Off-Verfahren bringt zu viel Unsicherheit. So ist kein Geschäft betreibbar.“

Eine Anmeldung vor dem Training ist im Medius nicht nötig – die Kunden haben eine digitale Karte, die eine automatische Registrierung erlaubt. „Mehr als die erlaubten 50 Personen trainieren bei uns sowieso nie gleichzeitig“, sagt Ranfft. Derzeit ist – wie in allen anderen Studios auch – noch ein negativer Corona-Test vorzulegen. Praktisch für die Kunden des Medius in Schliersee: Im Haus gibt es ein Schnelltest-Zentrum.

Voller Vorfreude auf den Sonntag war Alina Poiger vom Sportpark in Miesbach. Das Studio hat sich in der Pandemie dem Franchise-Unternehmen Clever fit angeschlossen – und den Lockdown für einen Umbau genutzt Neue Umkleiden, neuer Anstrich, neue Geräte – das 1600-Quadratmeter-Studio hat einen neuen Look. „Wir sind total gespannt, wie die Leute darauf reagieren.“ Seit zwei Wochen seien die Mitarbeiter im Standby-Modus. „Wir haben die Inzidenz genau beobachtet. Als ein Anstieg auf über 100 unwahrscheinlich war, haben wir gesagt, wir machen auf – so schnell wie möglich.“

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