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Es ist vollbracht: Pfarrerin Melanie Striebeck und Peter von Unold, Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde, binden den Richtbaum an.

Richtfest beim evangelischen Pfarrhaus in Neuhaus

Neuhaus - Das Dach des neuen Pfarrhauses der evangelischen Kirchengemeinde Neuhaus steht. Am Freitag haben Handwerker und Kirchengemeinde Richtfest gefeiert.

Bis Ostern wird noch gebaut, dann haben die rund 1500 Gläubigen aus Schliersee, Neuhaus, Bayrischzell und Fischbachau wieder ein neues Zentrum. Einmal muss die Straße noch wegen der Telekom aufgemacht werden, dann sind die lärmintensiven Außenarbeiten laut Pfarrerin Melanie Striebeck vorerst beendet. Zuvor hatte die Baustelle Unmut hervorgerufen (wir berichteten). Nachbar Hanspeter Pfeiffer beschwerte sich über eine andauernde Lärmbelästigung für die Anwohner und verkehrsgefährdendes Verhalten der Handwerker. Pfeiffer war bei dem Richtfest nicht anzutreffen. Dafür aber einige andere Nachbarn, die den Ärger nicht verstanden. „Wir hatten keinerlei Beeinträchtigungen“, sagte Nachbarin Elfi Wahlländer. „Es ist alles super gelaufen.“ Und Elisabeth Hütz von der Kirchengemeinde schlug vor: „Der Nachbar hätte die Straße für die Schulkinder doch selbst sichern können."

Architekt Martin Schaub aus Rosenheim freute sich indes über die gelungene Raumaufteilung. Nach vorne hinaus geht das Pfarrbüro, nach hinten in den ruhigen Garten öffnet sich die Wohnung des Pfarrerehepaares. Auch mit dem Baufortschritt war Schaub zufrieden. Vor allem nach den Anfangsschwierigkeiten, als die Marktgemeinde Schaubs ersten Entwurf ablehnte.

„Jetzt sind aber doch alle zufrieden“, sagte Johannes Hütz. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes freute sich besonders über das übriggebliebene Grundstück hinter dem neuen Pfarrhaus. „Dort könnte noch ein Einfamilienhaus entstehen.“ Mit dessen Verkauf könne man den über 600 000 Euro teuren Pfarrhaus-Neubau refinanzieren. 60 Prozent der Kosten trägt die Kirchengemeinde selbst, den Rest übernimmt die Landeskirche.

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