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So idyllisch kann Camping am Spitzingsee sein – die Urlauber Dietlind R. und Manfred S. haben eine andere Seite erlebt.

Wohnmobil durchgeschüttelt

Spitzingsee - Keine schöne Urlaubserinnerung: Betrunkene Jugendliche schrecken Touristen aus Ulm am Spitzingsee-Parkplatz aus dem Schlaf. "Wir hatten Todesangst", sagen die Schwaben.

Es war an einem frühen Sommermorgen um 3.30 Uhr, als Dietlind R. und ihr Begleiter Manfred S. jäh aus dem Schlaf gerissen wurden. Angesäuselte Jugendliche hätten ihr Wohnmobil so zum Schaukeln gebracht, dass sie erschreckt erwachten und in Todesangst hinausstürzten – so schreibt es die Ulmerin in einem Brief an den Miesbacher.

Erholungssuchende und Partygänger am Spitzingsee – das passt für R. nicht zusammen. Dort hatten die Ulmer ihr Wohnmobil auf dem Stellplatz geparkt. Sie glauben, dass die nächtlichen Unruhestifter aus der oberhalb gelegenen Tanzbar Spinnradl gekommen waren.

Für einen Parkplatzwächter, der am morgen danach mit den Urlaubern gesprochen hatte, sind diese Probleme nicht neu: „So extrem mit einem Durchschütteln des Wohnmobils ist es zwar selten, aber wenn die die ganze Nacht durchgetanzt haben, ist der Radau manchmal schon ziemlich schlimm.“ Andere Urlauber hätten inzwischen Konsequenzen gezogen: Viele Camper meiden bewusst die Tage von Donnerstag bis Samstag, wenn die Tanzbar Spinnradl von 21 bis 3 Uhr geöffnet ist. Der Parkplatzwächter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, sagt aber auch: „Die Medaille hat immer zwei Seiten. Irgendwo müssen die jungen Leute ja auch hin. Das war bei uns früher genauso.“

Was die Verantwortlichen des Spinnradls und die Polizei zu dem Vorfall sagen, lesen Sie in einem ausführlichen Bericht in der Dienstagsausgabe des Miesbacher Merkurs, der Tegernseer Zeitung und des Holzkirchner Merkurs.

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