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Alpennacht: Vereinen vergeht Feierlaune

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Rangelei um die Top-Termine: Die Night of the Alps soll am 8./9. Juli steigen. Der Termin kollidiert mit mindestens einem der vier Kreuther Waldfeste. Die Vereine meutern. Sie fürchten die Konkurrenz. foto: archiv tp
Rangelei um die Top-Termine: Die Night of the Alps soll am 8./9. Juli steigen. Der Termin kollidiert mit mindestens einem der vier Kreuther Waldfeste. Die Vereine meutern. Sie fürchten die Konkurrenz. foto: archiv tp

Tegernseer Tal - Volksmusik trifft Voixmusik - das verspricht die Night of the Alps an der Tegernseer Point im Juli. Die Alpennacht trifft aber auch mitten in die Waldfest-Saison. Elf Vereine protestieren.

Die Vereine seien abhängig vom Erfolg der Waldfeste, macht Sepp Bartl, Vorsitzender des SC Kreuth, in einem Schreiben an den Tegernseer Bürgermeister Peter Janssen klar. „Sie brauchen jeden Euro für nachhaltige Jugendarbeit - und das Geld bleibt im Tal.“ Scharfe Konkurrenz fürchten die Waldfest-Organisatoren - betroffen sind der FC Real Kreuth und möglicherweise der Trachtenverein Hirschbergler - am Freitag und Samstag, 8./9. Juli. Die GmbH Night of the Alps Bergblick plant auf der Point ein Open-Air mit viel Programm. Man hofft auf 20 000 Besucher. „Wir graben uns doch selbst das Wasser ab“, ärgert sich Bartl. Seinen Appell an die Stadt Tegernsee und die Touristiker, bei künftigen Planungen Rücksicht auf die Waldfest-Saison zu nehmen, haben Vertreter von zehn Vereinen unterschrieben.

Darunter auch Franz Zehendmaier, Vorsitzender der Hirschbergler. Denn sollten die Trachtler bei ihrem Waldfest 2011 beim ersten Anlauf Pech mit dem Wetter haben, treffe der Ausweichtermin auf die Alpennacht. „Da werden dann doch alle in Tegernsee abgefangen und kommen gar nicht mehr bis Kreuth.“

Dagegen sieht Janssen keine Kollision der Interessen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Tegernsee habe sich mit der Terminwahl befasst, teilt der Bürgermeister mit. Fazit: „Gelegentliche Terminüberschneidungen im Sommer, noch dazu bei unterschiedlichen Besucherinteressen und erheblicher Entfernung, muss man akzeptieren - auch das gehört zu einem guten Zusammenleben.“

Gabriele Sedlmayr, Veranstalterin der Alpennacht, signalisiert indes Gesprächsbereitschaft. „Wir wollen die Region mitnehmen“, beteuert sie. Darum werde sie auch viele örtliche Organisationen beteiligen. Und was die Terminwahl angeht, sei man flexibel: „Es gibt viele Daten zwischen Mai und September.“ Für heuer ist am Termin kaum zu rütteln. Doch die Night of the Alps könnte - wenn erfolgreich - zur festen Einrichtung werden. „Das soll für die Region fruchtbar sein.“

Die Aussicht, dass die Alpennacht 2012 außerhalb der heißesten Feste-Zeit stattfinden könnte, stimmt Tourismus-Chef Georg Overs optimistisch. Er bemühe sich immer, Veranstalter für die weniger begehrten Wochen zu gewinnen. Overs: „Aber es muss sich jemand auch trauen.“

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