Vier Tage nach Unfalldrama in Bad Tölz

Auto rutscht auf dem Dach in die Mangfall

Louisenthal – Es erinnert an das Unfalldrama von Bad Tölz, das am Freitag zwei junge Frauen das Leben kostete: Das Auto einer 25-Jährigen rutschte am Dienstag in die Mangfall, blieb mit den Rädern nach oben im Wasser liegen.

Vieles erinnert an den schrecklichen Unfall in Bad Tölz: Zwei junge Frauen, 17 und 18 Jahre alt, kamen am Freitag ums Leben, als sie mit dem Auto in den Ellbach rutschten.Der Toyota kam im Bach auf dem Dach zum Liegen. Die Frauen konnten sich nicht befreien. Ein schlimmes Ende des Jahres 2012.

Das Jahr 2013 war erst wenige Stunden alt, als die Fischbachauerin (25) von Thalmühl kommend die Kontrolle über ihren Chevrolet Matiz verlor. Kurz vor dem Klärwerk Louisenthal rutschte sie um 4.30 Uhr rechts gegen einen Zaun, der der Straße von der Mangfall trennt. Das Auto blieb zunächst schräg auf dem Maschendrahtzaun liegen. Die Fahrerin war bei dem Unfall unverletzt geblieben. Sie konnte sich aus ihrem Auto befreien und kletterte unverletzt ins Freie. Unmittelbar darauf rutschte der Chevrolet mit der rechten Seite in den Fluss, drehte sich und blieb auf dem Dach im Wasser liegen. Es ist an dieser Stelle etwa anderthalb Meter tief.

Die Fischbachauerin hatte das neue Jahr offenbar mit reichlich Alkohol begrüßt. Laut Polizeibericht ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,6 Promille.

Der Unfall bedeutete auch für zahlreiche Rettungskräfte ein unschönes Ende der Silvesternacht. „Wir sind eigentlich alle gerade von unseren Silvesterfeiern nach Hause gekommen“, berichtet Thomas Hilgenrainer, Vize-Kommandant der Gmunder Feuerwehr. Er hatte den Einsatz geleitet. Die Wehr war mit zehn Mann vor Ort, die DLRG mit fünf. Zwei davon waren als Taucher eingesetzt. Sie mussten das im Wasser liegende Auto an einem Kran befestigen, der das Fahrzeug schließlich aus dem Wasser hob. Kraftstoff war nicht ausgelaufen. Auch die Wasserwacht Miesbach war mit fünf Helfern vertreten, der Rettungsdienst mit zweien. Der Abschleppdienst rückte mit zwei Fahrzeugen zum Einsatz an der Mangfall an. Die Bergung stellte die Mannschaft vor keine großen Probleme. „Um halb acht waren wir dann alle daheim“, berichtet Hilgenrainer.

Die junge Fischbachauerin hatte viel Glück. Auf ihren Führerschein wird sie allerdings vorerst verzichten müssen. Zudem erwartet sie ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Christina Jachert-Maier

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