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Bräustüberl: Grüner Gürtel für die Harmonie

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Hell strahlen die Leuchten unterm Schirmdach des Bräustüberl-Biergartens an der historischen Fassade. Demnächst lässt das Brauhaus mit Buchsbaum bepflanzte Holztröge aufstellen, um das Gesamtbild zu verbessern. Foto: thomas Plettenberg

Tegernsee - Am Biergarten vor dem Tegernseer Bräustüberl scheiden sich die Geister. Viele Besucher sind begeistert, doch Denkmalschützer brachte er zum Schäumen. Über zwei Jahre nach der Eröffnung werden jetzt die letzten Auflagen erfüllt.

Riesige Schirm-Bauwerke, Lampen, Heizstrahler, Holzbänke und Tische für rund 480 Gäste: Der Biergarten am Bräustüberl erfreut Freiluft-Fans. Anderen missfällt der Rummel vor der historischen Klosterfassade. Wegen des Denkmalschutzes hakten auch die Genehmigungsbehörden ein.

Ein Rückblick: Bräustüberl-Wirt Peter Hubert richtete im Sommer 2010 den Biergarten zunächst ohne Genehmigung ein. Im September 2010 legte er nachträglich einen Antrag im Tegernseer Rathaus vor, doch der Bauausschuss der Stadt lehnte mit 7:1 Stimmen ab. Die Schirme, so das Argument, würden sich nicht in das Bild des ehemaligen Kloster-Ensembles einfügen. Das Ganze sei „zu massiv und in Tegernsee ohne Beispiel“. Es folgten schwierige Verhandlungen, die schließlich in einen Kompromiss mündeten.

Das herzogliche Brauhaus nahm die Umsetzung der Auflagen sogleich in Angriff, wenn auch Schritt für Schritt: Die Zahl der Sitzplätze wurde um zehn Prozent auf rund 480 reduziert, die beschirmte Fläche um 20 Prozent verkleinert. Die Höhe der Schirme wurde aufgestockt - eine wesentliche Forderung der Denkmalschützer. Die Schirme orientieren sich nun an der Gebäudelinie der denkmalgeschützten Fassade.

In den nächsten Wochen folgt nun ein letzter Schritt der Biergarten-Kosmetik: Mit Buchsbäumen bepflanzte Tröge aus Holz werden aufgestellt. Sie sollen dem Biergarten einen grünen Gürtel verleihen. Ursprünglich ging die Stadt von einer in den Boden gesetzten Bepflanzung aus. Dass nun Tröge aufgestellt werden, hat für die Brauerei einen einfachen Grund: Eine Hecke zu setzen, wäre zu aufwändig gewesen. Rathaus-Chef Janssen gibt sich gelassen: „Ich bin froh, dass das Brauhaus jetzt den ausgehandelten Verpflichtungen nachkommt.“

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