„Bella Figura“ auf dem Tegernsee: (vl.) Taufpatin Silke Bargstädt-Franke, Heiner Felder, Vorsitzender des Rudervereins am Tegernsee, mit Philip und Christine Schreiner-Felder sowie Gondoliere Torsten Franke. Foto: kn

Vom Canale Grande auf den Tegernsee

Tegernsee - Ihre neuen Besitzer haben ihr den Namen „Bella Figura“ gegeben. Sie macht ihm alle Ehre. Die venezianische Gondel des Rudervereins am Tegernsee zieht die Blicke auf sich.

Die stolze Gondel mit dem „ferro“, dem imposanten Eisenzacken am Bug, ist schon eine betagte Dame. 25 Jahre lang war sie auf dem Canale Grande unterwegs, Touristen und Brautpaare genossen die Fahrt in dem schwarzen Schmuckstück. „Es war schon lange unser Traum, eine solche Gondel zu kaufen“, sagt Marlene Rösch als Sprecherin des Rudervereins. Schließlich ist sie das Symbol für Venedig und steht für die Eleganz, die Rudern bedeuten kann.

„Die Konstruktion ist genial“, schwärmt Torsten Franke. Der 46-jährige Sportruderer hat sich vor einem Jahr mit Freunden und einem Bootsanhänger auf den Weg nach Venedig gemacht, um die ausgemusterte Touristengondel für wenig Geld zu kaufen. Ihr Zustand war nicht eben gut. „Für die venezianischen Gondoliere ist das halt ein Arbeitsgerät“, meint Franke. Ein Jahr lang wurde das vom Salzwasser zerfressene Holzboot liebevoll restauriert.

Jetzt gibt die Gondel mit den zwei Sitzen und den goldenen Pferdchen als Zier wieder ein prächtiges Bild ab. Bei einer kleinen Feier wurde die bis dahin namenlose Gondel jetzt auch getauft. Patin ist Silke Bargstädt-Franke, Ehefrau von Gondoliere Franke. Mit den Tegernseern freuten sich 17 venezianische Freunde. Seit 23 Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem Ruderverein Voga Veneta. Die italienischen Freunde kommen jedes Jahr und genossen neben dem Fest am Tegernsee auch einen Ausflug nach München.

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