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"Das passt nicht"

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Bad Wiessee - Könnte das Hotel Lederer in Bad Wiessee als Unterkunft für Asylbewerber genutzt werden? Die Firma RDR hat bei der Gemeinde bereits nachgefragt. "Aber das passt nicht", sagt Bürgermeister Peter Höß.

Der Landkreis Miesbach sucht Unterkünfte für Asylbewerber, dringend. Im Kreistag appellierten Landrat Jakob Kreidl (CSU) und Abteilungsleiterin Eva-Maria Staneff an die Bürgermeister, in ihren Gemeinden nach passenden Räumlichkeiten zu suchen. In Frage kommen auch leer stehende Hotels und Pensionen.

Böte sich also auch das Hotel Lederer in Bad Wiessee an? Die Eigentümerin, die Grünwalder Firma RDR habe der Gemeinde bereits vorgeschlagen, das Haus als Domizil für Asylsuchende zu nutzen, berichtet Bürgermeister Peter Höß. „Aber das passt an dieser Stelle überhaupt nicht.“ Er habe die Problematik mit Städteplaner Eberhard von Angerer erörtert. Die Gemeinde könne einer Nutzungsänderung im Kurviertel nicht zustimmen, meint Höß. Auch im Sinne der Integration halte er es nicht für gut, eine große Zahl von Asylbewerbern in dem Haus unterzubringen, merkte Höß an. Es sei sinnvoller, sie im ganzen Landkreis zu verteilen.

Ob das frühere Luxushotel in Bestlage grundsätzlich als Unterkunft für Asylbewerber geeignet wäre, könne das Landratsamt derzeit nicht sagen, meint dessen Sprecherin Gabriele Dorby. „Erst muss es uns angeboten werden, dann können wir schauen, ob eine Unterbringung möglich ist.“ Es sei aber davon auszugehen, dass bauliche Maßnahmen zum Brandschutz erfolgen müssten. Deren Finanzierung sei Aufgabe des Eigentümers. Zudem müsse eine Nutzungsänderung genehmigt werden.

Grundsätzlich, meint Dorby, wäre ein Asylbewerber-Domizil am Tegernsee sehr zu begrüßen. „Da haben wir im Moment leider gar nichts.“ Die Zahl der Asylbewerber nehme zu, bis zum Jahresende werde der Kreis wohl 200 aufzunehmen haben. „Wir wollen den Menschen ja auch gerne helfen.“

Wie berichtet, will die Firma RDR das Lederer-Areal verkaufen und verhandelt mit dem Besitzer des Nachbar-Grundstücks, Thomas Strüngmann. Bislang ist man sich nicht einig geworden, weshalb die RDR nach einer Zwischennutzung für das verwaiste Gebäude sucht.

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